Invest BW: Ministerrat bewilligt zweite Tranche in Höhe von 200 Millionen Euro

Die Landesregierung unterstützt mit dem erfolgreichen Förderprogramm Invest BW auch zukünftig gezielt einzelbetriebliche Innovationsvorhaben. Der Ministerrat hat am 27. Juli für die Fortschreibung des Programms eine zweite Tranche von bis zu 200 Millionen Euro bereitgestellt. „Mit der Fortsetzung der Innovationsförderung im Rahmen von Invest BW setzen wir ein starkes Zeichen. Wir unterstützen unsere Unternehmen massiv bei der Ausschöpfung ihres Innovationspotenzials, damit sie wirtschaftlich gestärkt aus der Pandemie kommen. Denn Innovationsanstrengungen sind ein zentraler Hebel zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie“, so Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 28. Juli. „Wie im Koalitionsvertrag festgelegt, schneiden wir das Förderprogramm künftig gezielt auf Start-ups und den Mittelstand zu, um die Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle voranzutreiben.“

Die weiteren Mittel sollen die große Programmnachfrage decken und noch mehr marktgängige Innovationsvorhaben der experimentellen Entwicklung gezielt unterstützen. „Für Einzelvorhaben können wir künftig Zuschüsse von bis zu einer Million Euro und für Verbundvorhaben bis zu drei Millionen Euro gewähren. So können wir eine starke konjunkturelle Hebelwirkung erzielen und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen nachhaltig stärken. Zugleich leisten wir einen wichtigen Beitrag, um Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Baden-Württemberg zu halten“, so Hoffmeister-Kraut.

Weitere Informationen

Der Ministerrat hatte am 15. Dezember 2020 Invest BW als das größte branchenoffene einzelbetriebliche Innovations- und Investitionsförderprogramm in der Geschichte des Landes beschlossen und in einer ersten Tranche 150 Millionen Euro für die einzelbetriebliche Förderung und für Maßnahmen zur Stärkung des Forschungsstandortes BW beschlossen. Die Nachfrage nach dem Förderprogramm ist seit Programmstart ungebrochen hoch und bestätigt den großen Bedarf der Unternehmen. Nach der ersten Förderbekanntmachung von Januar bis April 2021 sind insgesamt 346 Anträge mit einem Fördervolumen von 159 Millionen Euro eingegangen, womit Innovations- und Investitionsvorhaben bis zu 494 Millionen Euro umgesetzt werden sollen. Nachdem die verfügbaren Fördermittel aus der ersten Tranche bereits deutlich überzeichnet waren, musste am 16. April 2021 eine vorübergehende Antragspause eingelegt werden.

Für die Fortschreibung von Invest BW stehen bis Ende 2022 nun insgesamt weitere 200 Millionen Euro aus der Rücklage „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“ zur Verfügung. Nach dem Ende der Antragspause soll voraussichtlich im Herbst eine Antragstellung mit angepassten Förderkonditionen wieder möglich sein.

In der Innovationsförderung sollen bis Ende 2022 regelmäßige technologieoffene und auch missionsorientierte Förderaufrufe ausgeschrieben werden. Antragsberechtigt sind weiterhin Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe aus Baden-Württemberg, bei Verbundvorhaben auch gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen aus Baden-Württemberg. Die Fördersätze sind abhängig von der Unternehmensgröße und werden unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung für die experimentelle Entwicklung festgelegt. KMU erhalten hierbei besonders attraktive Förderkonditionen. Der Umsetzungszeitraum der Förderprojekte soll maximal 24 Monate betragen.

Wie im Koalitionsvertrag angekündigt, wird die Investitionsförderung auf Vorhaben von übergeordneter volkswirtschaftlicher Bedeutung begrenzt und hierzu wird es zunächst keinen weiteren Förderaufruf geben.

Die Antragstellung und weitere Förderbedingungen werden in den Förderaufrufen des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus veröffentlicht. Nach der noch einzuholenden Zustimmung des Finanzausschusses des Landtags soll die Antragstellung zeitnah wieder möglich sein. Ein erster Förderaufruf soll spätestens im Herbst 2021 auf der Internetseite www.invest-bw.de des beauftragten Projektträgers „VDI/VDE Innovation + Technik GmbH“ veröffentlicht werden.

Quelle: Wirtschaftsministerium BW

Ansprechpartner:
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg
Schlossplatz 4
70173 Stuttgart
+49 (0)711/123-0
poststelle@wm.bwl.de

Kompetenzzentrum für Lernspiele in Heidelberg eröffnet

In Heidelberg wurde ein Kompetenzzentrum für Lernspiele aus dem Bereich Gesundheit und Lebenswissenschaften eröffnet. Mit dem GamesHub werden innovative Neugründungen von Unternehmen gefördert. Lernspiele nehmen bei der Prävention, Therapie, Rehabilitation sowie für Schulungen eine immer wichtigere Rolle ein.

Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer hat am Montag, 26. Juli, gemeinsam mit Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner ein Kompetenzzentrum für Lernspiele eröffnet. Am GamesHub für Health / Life Science in Heidelberg erhalten Gründerteams aus der Games-Branche die Gelegenheit, Spiele und Anwendungen – sogenannte Serious Games (Lernspiele) – im Bereich Gesundheit und Lebenswissenschaften zu entwickeln.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer erklärte: „Mit dem GamesHub Heidelberg erfolgt ein weiterer wichtiger Ausbau des starken Gründungs- und Wissenschaftsstandorts Heidelberg. In dem bundesweit neuartigen Kooperationsprojekt erhalten Gründerteams die Gelegenheiten, sich mit den in Heidelberg ansässigen Einrichtungen und Unternehmen der Biotechnologie und Medizintechnik zu vernetzen. So wollen wir Gründungen und Projekte an der Schnittstelle zwischen Gesundheitswirtschaft und Games befördern.“

Zukunftsprojekt für Heidelberg

Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner sagte: „Der GamesHub Heidelberg ist ein neues Zukunftsprojekt und Zukunftscluster für Heidelberg. Wir verbinden die in Heidelberg sehr starken Bereiche Health und Life Science so noch stärker mit der Kreativwirtschaft und besonders mit der Gamesbranche. Forschung, Entwicklung und Anwendung kommen so zusammen.“

Der GamesHub in Heidelberg ist Teil einer umfassenden Strategie zur Förderung der Gameswirtschaft im Land, deren Kernmaßnahme die Förderung von Spielentwicklerinnen und Entwicklern durch die Medien- und Filmgesellschaft des Landes über eine eigene Förderrichtlinie ist.

Fokus des GamesHubs liegt auf Lernspielen

Der Fokus des Kompetenzzentrums liegt auf Lernspielen aus dem Bereich Gesundheit und Lebenswissenschaften. Diese Serious Games sind Spiele und Anwendungen für die Simulation von Prozessen, für Prävention, Therapie, Rehabilitation sowie für Schulung und Weiterbildung. Sie nehmen in allen Bereichen und insbesondere im Gesundheitssektor eine immer wichtigere Rolle ein.

Der GamesHub für Health / Life Science Heidelberg wird vom Wissenschaftsministerium als Projekt mit 110.000 Euro über das Medienimpulsprogramm des Landes gefördert. Die MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG), die im Land unter anderem für die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft zuständig ist, übernimmt gemeinsam mit der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) den Aufbau und die Betreuung des GamesHubs. Organisatorisch und fachlich begleitet wird der GamesHub in Heidelberg durch die Gründungsaktivitäten und Fördermaßnahmen des Heidelberg Startup Partners e.V. und der Stabsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt Heidelberg.

GamesHub stärkt Kreativstandort Baden-Württemberg

Der Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg, Carl Bergengruen, berichtete: „Baden-Württemberg baut mit dem GamesHub Heidelberg seine ambitionierte Games-Förderung aus und zeigt sich erneut als starker Ausbildungs- und Gründerstandort im Bereich Games. Die Kreativwirtschaft und insbesondere die Games-Szene werden immer mehr zum Motor nutzerzentrierter und nachhaltiger Anwendungen in anderen Branchen und insbesondere auch im Gesundheitssektor. Um diese crossinnovativen Stärken der Kreativwirtschaft zu nutzen, haben wir diesen GamesHub für Health und Lifescience in Heidelberg initiiert und freuen uns über die große Unterstützung unserer Partner und die vielversprechenden ersten Projekte.“

Krebskranken Kindern durch eine Augmented-Reality-Anwendung die Angst vor der Bestrahlung bei einer Chemotherapie nehmen, junge Krebspatientinnen und Krebspatienten spielerisch zum Sport zu motivieren und Jugendlichen durch ein Computerspiel dabei zu helfen, ihr eigenes Beziehungsmuster zu analysieren: das sind die Ziele der drei interdisziplinären Teams, die nun in den GamesHub in Heidelberg einziehen und ein Jahr lang an ihren Projekten im Co-Working Space im Business Development Center im Technologiepark Heidelberg arbeiten.

Die Teams und ihre Projekte im Überblick

  • Projekt: BeziehungsnavigatorTeam: Kastanie Eins GmbH + Institut für Psychosoziale Prävention des Universitätsklinikums Heidelberg
    Serious Game zur Prävention eines maladaptiven Beziehungsverhaltens
  • Projekt: MiKompanionTeam: Bildbrauerei UG + Deutsches Krebsforschungszentrum
    Durch eine Kombination aus Gamification und Virtual Reality soll jungen Krebspatient*innen die Angst während der Strahlentherapie genommen werden
  • Projekt: OnkoMovementTeam: Augmented Education GbR + Netzwerk OnkoAktiv
    Entwicklung eines Serious Game mit Augmented-Reality-Objekten, das jungen Krebspatient*innen zu Sport- und Bewegungsübungen motiviert

Start-up-Standort stärken

Dr. André Domin, Geschäftsführer des Technologieparks in Heidelberg, sagte: „Durch die Ansiedlung des GamesHubs für Health / Life Science im Technologiepark Heidelberg erweitert sich unser Spektrum um die kreativwirtschaftliche Komponente medizinischer Anwendungen und stärkt unseren Start-up-Standort.“

Den interdisziplinären Teams stehen Arbeitsplätze im direkten Umfeld des Life Science Accelerators im Business Development Center im Technologiepark Heidelberg zur Verfügung. Zudem erhalten sie für ihre Projekte die nötige technische Ausstattung und ein branchenspezifisches und passgenaues Coaching- und Schulungsprogramm. Für die Projektzeit bis Ende März 2022 wurde Prof. Benjamin Zierock vom Gründer-Institut der SRH Hochschule Heidelberg mit der Projektkoordination beauftragt. Er entwickelt gemeinsam mit der Hochschule der Medien das Schulungsprogramm für die drei ausgewählten Teams.

Breite Unterstützung bei Hochschulen und Einrichtungen

Der Rektor der Hochschule der Medien in Stuttgart, Prof. Dr. Alexander Roos, sagte: „Die Hochschule der Medien freut sich, dass sie zusammen mit der MFG der GamesHub ins Leben rufen konnte. In das gemeinsame Projekt bringt die HdM ihre Expertise aus den Bereichen Existenzgründung und Serious Games ein. Und auch die Verbindung von Games mit dem Gesundheitssektor ist für die Hochschule der Medien bereits gängige Praxis. So kann das Institut für Games der HdM auf eine lange Erfolgsgeschichte an Projekten für medizinische Prävention, Informationsvermittlung und Rehabilitation zurückblicken. Der GamesHub wird diese Geschichte fortsetzen und vertiefen.“

Das Projekt findet breite Unterstützung bei den Hochschulen und Einrichtungen in der Region, wie der Universität Heidelberg, dem Technologiepark Heidelberg und der SRH Hochschule Heidelberg. Mit Unterstützung dieser Partner und insbesondere auch der Stabsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt Heidelberg ergeben sich für die Teams in den nächsten Monaten vielfältige Möglichkeiten, sich mit Einrichtungen und Unternehmen aus den Bereichen der Health / Life Science sowie mit Akteurinnen und Akteuren aus der Kreativwirtschaft in Heidelberg und in der Region zu vernetzen.

Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg

Aleph Alpha erhält 23 Millionen Euro in Series A Finanzierung

Das KI-Forschungs- und Anwendungs-Start-up Aleph Alpha erhält 23 Millionen Euro in seiner zweiten Finanzierungsrunde. Die Runde wurde angeführt von Earlybird VC, Lakestar und UVC Partners sowie den Bestandsinvestoren LEA Partners, 468 Capital und Cavalry Ventures.

Garching bei München, 27. Juli 2021. Das KI-Forschungs- und Anwendungs-Start-up Aleph Alpha erhält 23 Millionen Euro in seiner zweiten Finanzierungsrunde. Die Runde wurde angeführt von Earlybird VC, Lakestar und UVC Partners sowie den Bestandsinvestoren LEA Partners, 468 Capital und Cavalry Ventures. Zusammen mit der Seedfinanzierung in Höhe von 5,3 Millionen Euro im November 2020 wächst das Gesamtinvestment auf 28,3 Millionen Euro. Mit der neu gewonnenen Unterstützung von Europas führenden Deep-Tech-Investoren kann Aleph Alpha die unabhängige Entwicklung von hochmodernen KI-Systemen weiter beschleunigen und sein Team weiter ausbauen.

Aleph Alpha ist ein F&A-Start-up mit Fokus auf Künstliche Intelligenz (KI) mit Sitz in Heidelberg. Das in 2019 von KI-Serienunternehmer Jonas Andrulis und Mitgründer Samuel Weinbach gegründete Start-up erforscht, entwickelt und operationalisiert große KI-Systeme in Richtung generalisierender KI. Aleph Alpha wird zukünftig GPT-3-ähnliche Text-, Bild- und Strategie-KI-Modelle über eine API anbieten. Diese werden es Partnerunternehmen aus dem öffentlichen und privaten Sektor ermöglichen, bestehende Geschäftsmodelle zu modernisieren sowie neue, innovative Geschäftsmodelle in der datenbasierten Wertschöpfung zu entwickeln.

Mit einem starken Engagement in Open-Source-Communities (wie Eleuther.AI) und akademischen Partnerschaften (wie der TU Darmstadt) baut Aleph Alpha ein transparentes Innovationsökosystem auf, das auf reproduzierbarer Forschung und offenem Austausch basiert. Dieser Community-getriebene und interdisziplinäre Ansatz stellt sicher, dass tektonische Verschiebungen in der globalen KI-Landschaft mit europäischen Werten und ethischen Standards in Einklang gebracht werden. Aleph Alpha und deren Partnernetzwerk schaffen ein starkes und souveränes europäisches Innovationsnetzwerk, das einen gerechteren Zugang zu moderner KI-Forschung unterstützt – mit dem Ziel, der fortschreitenden „De-Demokratisierung“, Monopolisierung, sowie dem Verlust von Kontrolle und Transparenz in der globalen KI-Industrie entgegenzuwirken.

Sicherung der europäischen KI-Souveränität

Vom Modelltraining bis zur Anwendung garantiert Aleph Alpha die Datensouveränität von Personen und Organisationen und gibt die Kontrolle über die normative Werteausrichtung an die Entwickler zurück. Das macht Aleph Alpha zu einem unverzichtbaren Erfolgsfaktor für die Digitalisierung des privaten und öffentlichen Sektors in Europa. „Aleph Alphas Mission ist es, die Zugänglichkeit, Nutzbarkeit und Integration großer, europäischer, mehrsprachiger und multimodaler KI-Modelle nach dem Vorbild von GPT-3 und DALL-E zu ermöglichen, indem wir Innovationen für die Erklärbarkeit, Anpassung und Integration vorantreiben“, sagt Jonas Andrulis, CEO und Gründer von Aleph Alpha. „Die Finanzierung beschleunigt den Prozess, die neueste Generation der KI-Technologie in die Anwendung zu bringen erheblich und sichert die digitale Souveränität für unsere Partnerunternehmen aus dem öffentlichen und privaten Sektor in Europa und darüber hinaus.“

Ein Neues Zeitalter der Mensch-Maschine-Interaktion

Die generalisierenden KI-Modelle von Aleph Alpha erweitern und verbessern menschliche Fähigkeiten im Umgang mit jeder Art von Daten. Die Technologie ist in der Lage, komplexe Texte auf Basis minimaler menschlicher Eingaben zu verstehen und zu generieren und fungiert als virtuelle Assistenz in einer neuen Generation der Mensch-Maschine-Interaktion. Derart tiefes kontextuelles Verständnis war bisher ausschließlich menschlichen Experten vorbehalten. Diese neuen Funktionalitäten werden menschliche Interaktionen mit Informationen verändern, indem sie Wissen strukturieren, auf komplexe Aufgabenstellungen reagieren oder hochspezialisierte, bürokratische oder juristische Sprache in leicht verständliche Alltagssprache umwandeln, zusammenfassen und strukturieren.

„Um mitzugestalten, wie KI unsere Zukunft beeinflussen wird, muss Europa mutiger werden. Aleph Alpha ist einzigartig positioniert, um nicht nur ein KI-Powerhouse zu werden, sondern auch global wettbewerbsfähige KI-Modelle zu entwickeln, die im Einklang mit europäischen Werten stehen“, sagt Andreas Unseld, Partner bei UVC Partners. „Wir glauben, dass die groß angelegten generalisierenden Modelle, die Aleph Alpha entwickelt, die Art und Weise, wie wir arbeiten, grundlegend verändern werden“, ergänzt Oliver Schoppe von UVC Partners. „Neben der reinen Automatisierung von sich wiederholenden Aufgaben können die Modelle von Aleph Alpha zur natürlichen Schnittstelle zum Wissen der Menschheit werden. Die Ebene, auf der diese Modelle Fragen verstehen, beantworten und auf die zugrundeliegenden Quellen verweisen, ist wirklich transformativ.“

Quelle: Unternehmertum

Wirtschaftsministerin zeichnet die „KI-Champions Baden-Württemberg 2021“ aus

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Mit den ‚KI-Champions‘ wollen wir national und international zeigen, dass Baden-Württemberg ein Spitzenstandort im Bereich Künstliche Intelligenz ist“

Wirtschaftsminsiterin und Moderation bei der Preisverleihung KI-Champions BW 2021

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat heute (26. Juli) zum zweiten Mal die „KI-Champions Baden-Württemberg“ gekürt. Insgesamt neun Forschungseinrichtungen und Unternehmen wurden im Rahmen der Online-Preisverleihung ausgezeichnet. „Künstliche Intelligenz ist die Schlüsseltechnologie der Zukunft und für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschafts-standorts von entscheidender Bedeutung. Mit den ‚KI-Champions‘ stellen wir Unternehmen und Forschungseinrichtungen vor, die mit ihren Lösungen herausragende Beispiele für ‚KI made in BW‘ sind. Wir wollen sie so noch sichtbarer machen – insbesondere auch unsere KI-Start-ups – und national und international zeigen, dass Baden-Württemberg ein Spitzenstandort für KI ist“, erklärte Hoffmeister-Kraut.

KI entwickle sich im globalen Wettbewerb extrem dynamisch. „Um dabei vorne mitzuspielen, darf sich Baden-Württemberg nicht darauf beschränken, KI-Lösungen aus den USA oder China erfolgreich anzuwenden, sondern muss alles daransetzen, zu einem führenden Entwicklungs- und Wertschöpfungsstandort für innovative KI-Produkte und -Dienstleistungen zu werden“, so die Ministerin wei-ter. „Wir sind in den letzten Jahren gut vorangekommen. Daran gilt es weiter anzuknüpfen.“

Die Verleihung der „KI-Champions Baden Württemberg“ erfolgte wie im vergangenen Jahr in drei Kategorien: Forschungseinrichtungen, kleine und mittlere Un-ternehmen (KMU) bis 500 Beschäftigte sowie große Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten.

Kategorie Forschungseinrichtungen

Fraunhofer Institut für Physikalische Messtechnik (IPM), Freiburg, mit einem KI-Tool zur Infrastrukturplanung, das erstmals hochkomplexe 3D-Da-ten vollautomatisiert auswerten kann. Dazu hat das IPM sowohl ein spezielles Fahrzeug zur Datenerfassung konzipiert als auch ein KI-Tool zur Objektklassifizierung entwickelt. Die KI-Lösung kann zwei- und dreidimensionale Daten vollautomatisiert auswerten, die entsprechenden anwendungsspezifischen Objekte erkennen und in digitale Planungskarten einbinden. Mit dem Tool lassen sich dank Machine Learning Infrastrukturen in Tagen statt Wochen planen und es beschleunigt damit Planungsprozesse um ein Vielfaches.

Kategorie Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten

J.M. Voith SE & Co. KG (VPH), Heidenheim mit der KI-Lösung „OnView.Digital Eye“ zur objektiven Erfassung der Altpapierqualität in Echtzeit mithilfe einer Bildanalyse am Eintritt in den Papierherstellungsprozess. Durch das Automatisieren der zumeist bisher manuellen visuellen Inspektion mit der KI-Lösung kann die Qualität des eingesetzten Altpapiers zur Stoffaufbereitung online durch eine Bildaufnahme überwacht werden. Die Anwendung zeichnet sich durch gute Skalierbarkeit aus und kann für weitere Anwendungsfälle innerhalb und außerhalb der Papierindustrie adaptiert werden.

Kategorie Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten

100 Worte Sprachanalyse GmbH, Heilbronn, mit der KI-Lösung „Psychological AI“, welche die digitalen Kommunikationswege von Unternehmen analysiert und verbessert. Ziel der Anwender ist es, mithilfe der Erfassung von psychologischen Merkmalen, ihre Zielgruppen besser anzusprechen, um damit die Conversion ihrer Texte zu steigern. Damit bildet die KI-Lösung den gesamten Prozess aus Qualitätsanalyse bis hin zur automatisierten Verände-rung der Kommunikation unter Einbezug der neuesten Erkenntnisse aus Sprachwissenschaft, Neuromarketing und Marktpsychologie ab.

Adtelligence GmbH, Mannheim, ermöglicht mit der KI-Lösung „Personalisierungsengine“ personalisiertes Targeting für den digitalen Vertrieb. Die KI-basierte Personalisierungslösung spricht Besucher auf Webseiten, Produktseiten und Landingpages ganzheitlich und personalisiert unter Beachtung der geltenden datenschutzrechtlichen Anforderungen an. Die Lösung ist ohne Programmierkenntnisse einfach anwendbar. Durch die gezielte und jeweils passende Kundenansprache kann die Lösung Anwender zum Beispiel für deren Neukundenbereich maßgeblich unterstützen, aktiviert Kunden und kann Up- und Cross-Selling Potentiale erhöhen.

Aleph Alpha GmbH, Heidelberg, mit der KI-Lösung eines multimodalen, europäischen Sprachmodells, das Teil der nächsten Generation von starken, generalisierenden KI-Systemen (AGI) ist. Die Lösung umfasst verschiedene Aufgaben wie beispielsweise ein semantisches Textverständnis, die Automatisierung von inhaltlichen Aufgaben und die natürlich sprachliche Kommunikation in einem einzigen KI-Modell, das fünf europäische Hauptsprachen beherrscht. Damit entstehen ganz neue Lösungen. So ist der Anspruch, das KI Ökosystem hinsichtlich Generalisierbarkeit, Skalierbarkeit und Superhuman Fähigkeit auf Basis europäischer Werte und Normen (DSVGO) zu transformieren und Abhängigkeiten von nicht europäischen AGI-Modellen im Sinne der digitalen Souveränität Europas entgegenzuwirken.

Incontext.technology GmbH (INCTEC), Heidelberg mit der KI-Lösung „Gesunde Schiene“, die mithilfe der intelligenten Softwarelösung „Smart Monitoring Cloud“ und autonomen IoT-Geräten die Zustandsüberwachung der Bahngleise und damit die Ausfallsicherheit im Schienenverkehr ermöglicht. Die Erkennung und Klassifikation der Gleisdefekte erfolgt mittels KI. Die erhaltenen Informationen helfen Kunden aufgrund einer prädikativen Überwachung Problemstellungen auf Strecken ab 20 km Länge kosteneffektiv zu identifizieren, zu evaluieren und Wartungsarbeiten effektiv durchzuführen.

Qymatix Solutions GmbH, Karlsruhe, ermöglicht mit seiner KI-gestützten Qymatix Predictive Sales Software Unternehmen in der Fertigung und im Großhandel mehr mit geringeren Kosten zu verkaufen. Vorab trainierte KI-Modelle liefern automatische Empfehlungen für kommende Vertriebsaktivitäten, abgeleitet aus den Vertriebsdaten des Unternehmens. Damit wird die Effizienz gesteigert und die Kundenbindung kann erhöht werden. Gerade für mittelständische Unternehmen kann diese KI-Lösung zu einem hohen Mehrwert führen. Die Lösung wird als Software as a Service (SaaS) angeboten.

Prenode GmbH, Karlsruhe mit der KI-Lösung „mlx – Decentralized Ma-chine Learning for Industrial Machinery“, die es ermöglicht, Maschinen mit KI-basierten Services und Features zu erweitern und dabei den Datenschutz zu gewährleisten. Darüber hinaus unterscheiden sich Maschinen, Prozesse und Kunden – das erschwert den Einsatz von KI. Durch den dezentralen Ansatz des maschinellen Lernens werden KI-Modelle auf der Maschine lokal entwickelt, indem Maschinen voneinander lernen, ohne sensible Daten auszutauschen. Maschinenhersteller und Kunde sind somit in der Lage, intelligente Technologien erfolgreich in die Praxis umzusetzen und voneinander zu profitieren, ohne ihre sensiblen Daten in die Cloud zu übertragen.

Vialytics GmbH, Stuttgart, mit dem System „Künstliche Intelligenz für bessere Straßen“. Die KI-Lösung ist ein digitales und auf die Bedürfnisse von Kommunen maßgeschneidertes System zur systematischen Erfassung sowie proaktiven und wirtschaftlichen Erhaltung ihrer Straßen. Dabei kann jedes kommunale Fahrzeug mittels Smartphone und App zum Messfahrzeug umfunktioniert werden. Die Skalierbarkeit ermöglicht Kommunen jeglicher Größe die Nutzung des Systems. Anhand des webbasierten und intuitiv bedienbaren Geoinformationssystems (GIS), den objektiven Bewertungen und dem Planungs-Tool können Kommunen Zeit und Ressourcen sparen und vorausschauend in die Sicherheit und Beständigkeit ihrer Straßen investieren.

Weitere Informationen

Anfang 2021 rief das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus zum zweiten Mal zum Wettbewerb „KI-Champions Baden-Württemberg“ auf. Gesucht wurden herausragende, innovative Beispiele für anwendungsorientierte Lösungen der Künstlichen Intelligenz aus Baden-Württemberg. Denn zahlreiche Unternehmen im Land setzen KI-Lösungen bereits äußerst vielversprechend und erfolgreich um. Das zeigt auch die diesjährige Resonanz: 37 Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben sich beworben. Die Bewerbungen zeigen, über welches Potenzial das Land bereits verfügt. Auch im kommenden Jahr sollen die „KI-Champions Baden-Württemberg“ ausgezeichnet werden. Der Wettbewerb ist Teil des „Aktionsprogramms KI für den Mittelstand“ des Wirtschaftsministeriums.

Weitere Informationen zum Wettbewerb: www.ki-champions-bw.de

Bilder der Verleihung finden Sie im Nachgang unter: https://t1p.de/k435

Quelle: Wirtschaft.digital Baden-Württemberg

Neue Bewerbungsphase des CyberOne Hightech Awards läuft bis 6. Juni 2021!

Bis zum 6. Juni 2021 können sich wieder junge Technologie-Start-ups aus Baden-Württemberg mit innovativen Geschäftskonzepten für den CyberOne Hightech Award bewerben. In den drei Kategorien Industrielle Technologien, Life Science & Health Care und IKT & Medien- und Kreativwirtschaft erhalten die Finalist*innen jeweils Geld- und attraktive Sachpreise sowie Zugang zu einem einzigartigen Netzwerk aus potentiellen Investoren und Geschäftspartnern.

Seit 1998 werden zukunftsweisende Geschäftskonzepte technologieorientierter Start-ups und Unternehmen aus Baden-Württemberg mit dem CyberOne Hightech Award ausgezeichnet. Auch 2021 werden wieder innovative Start-ups aus allen Technologiebranchen gesucht. Gefragt sind Konzepte mit ausgeprägtem Innovationsgrad, die das Potenzial haben neue Standards zu setzen und Märkte zu revolutionieren.

Der CyberOne hat einen starken Landesbezug, daher werden Unternehmen gesucht, die ihren Firmensitz in Baden-Württemberg oder in angrenzenden Wirtschaftsräumen haben oder in Baden-Württemberg gründen wollen. Auf die erfolgreichen Teilnehmer*innen warten Geld- und Sachpreise im Wert von etwa 100.000 Euro. Von der Teilnahme am Wettbewerb profitieren nicht nur die Preisträger*innen. Alle Teilnehmenden gewinnen Kontakte und Know-How für das eigene Unternehmen, erhalten qualifiziertes Feedback der Fachjury sowie eine einjährige Gastmitgliedschaft bei bwcon. Zudem erhalten die Finalisten-Teams ein intensives Coaching im Rahmen der Unternehmerschule zur Vorbereitung auf den finalen Pitch, Zugang zu relevanten Unternehmen und Investoren in ihrer Branche, Geld- und Sachpreise sowie Sichtbarkeit über das bwcon-Netzwerk hinaus.

Die Preisverleihung beim Hightech Summit Baden-Württemberg ist das zentrale Highlight und mit etwa 1.000 Gästen ein Gipfeltreffen von Vertreter*innen aus der Wirtschaft, Politik und Forschung. Der Hightech Summit 2021 mit der Preisverleihung des CyberOne Hightech Awards wird am 19. Oktober 2021 im Hospitalhof Stuttgart stattfinden. Save the Date – die Anmeldung wird zeitnah geöffnet!

Weitere Informationen zum CyberOne Hightech Award Baden-Württemberg:

Innovations- und Gründerzentren in Deutschland trotzen der Corona-Pandemie

BVIZ-Erhebung zu Startups und Gründungsgeschehen 2020

Berlin, den 25.05.2021

Mit der jährlichen gesamtdeutschen Erhebung des BVIZ wurden bei den Zentren nicht nur aktuelle Zahlen zu Gründungen und der Entwicklung in den Zentren per 12/2020 erhoben, sondern auch nach Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Gründungsgeschehen und die Situation in den Zentren gefragt.

Das durch die Corona-Pandemie geprägte Jahr 2020 hatte auch Starttups und Unternehmensgründungen in Deutschland beeinträchtigt. Laut Vorabauswertung des KFW-Gründungsmonitors vom April 2021 gab es im Jahr 2020 bei den Existenzgründungen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Minus von 11%. In den deutschen Innovations-, Technologie- und Gründerzentren war dieser Trend bei Startups und Neugründungen im Corona-Jahr 2020 eher kaum zu verzeichnen.

In den über 350 deutschen Innovations-, Technologie- und Gründerzentren war die Zahl der Neugründungen in 2020 lediglich leicht von 1.360 auf 1.310 zurückgegangen (-4%). Die Anzahl der extern betreuten Gründungen war dagegen sogar von 3.620 auf 3.930 gestiegen (+8%). Beide Zahlen korrespondieren im Zusammenhang mit den allgemeinen Einschränkungen in der Corona-Situation bei der Gründerbetreuung.

Die Innovations- und Gründerzentren haben sich auch unter den Corona- Einschränkungen und insbesondere in dieser Krisensituation als stabile Institutionen und hilfreiche Anlaufstellen für Gründer erwiesen.

Lediglich 12% der Zentren hatten angegeben, dass sie selbst in ihrer Tätigkeit -insbesondere in ihrer Vermietersituation- oder betreute Startups/ Unternehmen von der Corona-Situation beeinträchtigt, bzw. erheblich betroffen (1%) waren. Die Mehrheit der Zentren gab jedoch an, sehr geringe (51%) oder überhaupt keine (35%) Beeinträchtigungen im Gründungsgeschehen durch Corona erlebt zu haben. Hier zeigt sich auch der Vorteil der Zentren, die in Ihrer Funktion als Unterstützer in Problemsituationen den Startups und jungen Unternehmen unter die Arme greifen. Nur vereinzelt hatten Mieterfirmen durch Corona verursachte wirtschaftliche Probleme, die mit Unterstützung der Zentren oder individuellen Lösungen nicht beseitigt werden konnten.

Ganz im Gegenteil gab es bei Startups oder Unternehmen in den Zentren vielfach innovative Ideen im Zusammenhang mit der Corona- Pandemie, die damit neue Geschäftsmodelle erfolgreich am Markt platzieren konnten. Beispiele hierzu sind auch auf der BVIZ-Webseite dargestellt.

Unter dem Aspekt, dass insbesondere wissensbasierte, bzw. innovative Gründungen erfahrungsgemäß anspruchsvoller und erfolgreicher sind, ist die Situation und Entwicklung in den Innovations-, Gründer- und Technologiezentren umso positiver zu werten. Eine äußert geringe Insolvenzquote der Startups in den Zentren von knapp 1% bekräftigt dies.

Die Anzahl der in den Zentren eingemieteten Unternehmen ist weitgehend konstant geblieben; die Anzahl der Arbeitsplätze bei den eingemieteten Startups und Unternehmen im Jahr 2020 sogar leicht gestiegen. Entsprechend ist auch die Auslastung der Mietflächen in den meisten Zentren weiterhin sehr hoch. Zahlreiche Aktivitäten der Zentren waren durch die Corona-Pandemie natürlich erheblich eingeschränkt.

Wie sich die Situation und das Gründungsgeschehen unter den Corona- Bedingungen zukünftig weiter entwickelt, bleibt -wie in allen Bereichen der Wirtschaft- schwer vorhersagbar.

Die kumulierte Anzahl der zwischenzeitlich aus den Zentren an einen anderen Standort in den Regionen ausgezogenen Unternehmen und die Gesamtsumme der über die vergangenen Jahre geschaffenen Arbeitsplätze von über 294.000 spiegeln nicht zuletzt die Kontinuität der Arbeit der Zentren und deren Ergebnisse als effiziente Instrumente regionaler Wirtschaftsförderung wieder.

 

Autor:
Andrea Glaser
Geschäftsführerin

Herausgeber:
BVIZ
Bundesverband Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren e. V.

Charlottenstraße 65, 10117 Berlin
Tel: 030-3920 0581 Fax: -0582
bviz(at)innovationszentren.de
http://www.innovationszentren.de

Up2B Scale Up – Up2B-Programm bringt fortgeschrittene B2B-Startups auf ein neues Level

Vom Startup zum Scale Up: Mit dem Up2B Scale Up-Programm die Herausforderungen der Wachstumsphase meistern und sich erfolgreich auf dem Markt etablieren – Bewerbungsfrist bis 09. Mai 2021

Jetzt bewerben bis 09. Mai 2021

Nach der erfolgreichen Gründungsphase und dem Aufbau eines soliden Fundaments geht es darum, sich weiter auf dem Markt zu etablieren, neue Zielgruppen zu erschließen und sich zahlreichen spannenden Herausforderungen bei dem ersten Wachstumssprung zu stellen. Mit dem Up2B Scale Up-Programm erhalten fortgeschrittene B2B-Startups, die skalieren und wachsen wollen, genau das Know-how, das sie benötigen, um ihr Startup zu skalieren. Wir unterstützen im Rahmen des Programms mit hands-on 1-on-1 Coachings, Panels mit Experten, die wissen, wie man das Startup skalieren kann und umfassenden Informationen, wie der Schritt vom/von Gründer:in zum/zur Unternehmer:in erfolgreich bewältigt werden kann.

Das Programm ist kostenfrei, erstreckt sich über einen Rahmen von 3.5 Tagen (im Zeitraum vom 10. Juni bis 25. Juni 2021) und findet in diesem Jahr digital über Zoom statt. Bewerben können sich fortgeschrittene B2B-Startups, die skalieren möchten, über die folgende Webseite: www.up2b.io/scaleup.

Der Up2B Accelerator wird von der innoWerft– Technologie- und Gründerzentrum Walldorf Stiftung GmbH, dem Technologiepark Heidelberg und NEXT Mannheim veranstaltet und von der Landeskampagne Start-up BW unterstützt.

Technologiepark Heidelberg ist neuer Partner des KI Bundesverbandes

Die Technologiepark Heidelberg GmbH ist neuer Partner im KI Bundesverband e. V. Die Partnerschaft unterstreicht die Vorreiterrolle Heidelbergs im Technologietransfer von Inventionen, die auf Künstlicher Intelligenz beruhen.

Der Technologiepark startete bereits im April 2020 das KI-Kab Kurpfalz. Ziel der Initiative ist es, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen niederschwelligen Zugang zur Zukunftstechnologie KI zu verschaffen und sie mit Forschungsergebnissen zu stärken.

Seit Ende letzten Jahres ist der Technologiepark darüber hinaus auch in der KI-Garage der Baden-Württemberg Stiftung aktiv. Das landesweite Programm unterstützt baden-württembergische Hochschulen und Forschende im Bereich der Künstlichen Intelligenz dabei, kreative Ideen in marktreife Anwendungen umzusetzen.

Aber auch die beiden am Technologiepark laufenden Acceleratoren, der Life Science Accelerator Baden-Württemberg und der Industry-Tech-Accelerator Up2B, betreuen eine Reihe von Gründern mit KI-Fokus. Derzeit arbeitet ein Team des Technologieparks an der vollständigen Kartierung von KI-Startups in Baden-Württemberg, um das starke Netzwerk sichtbar zu machen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir nun Partner des KI Bundesverbandes sind“, sagt André Domin, Geschäftsführer der Technologiepark Heidelberg GmbH. „Künstliche Intelligenz birgt riesige Chancen für Startups und KMU, da sie eine Querschnittsdisziplin ist und Forscher mit den Unternehmen unterschiedlicher Branchen verbindet, auch im Bereich der Medizin, einem wichtigen Schwerpunkt unserer Arbeit. In Partnerschaft mit dem KI Bundesverband wollen wir den Forschungstransfer im Bereich KI vorantreiben und die Unternehmen bei der Implementierung der KI unterstützen.“

Startups mit Künstlicher Intelligenz und Baden-Württemberg?

Ja, das passt fast 100 mal zusammen!

Um KI Startups in Baden-Württemberg zu Sichtbarkeit zu verhelfen, veröffentlicht der Technologiepark Heidelberg seine erste offizielle KI-Landkarte. Um in die Liste aufgenommen zu werden, müssen die Unternehmen eine eingetragene Geschäftsform in Baden-Württemberg vorweisen können und KI als wesentlichen Bestandteil ihres Geschäftsmodells vorweisen.

Bei dieser Veröffentlichung handelt es sich um eine Pre-Release-Version. Sollten Sie also Ihr Unternehmen auf der Landkarte vermissen, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an katja.hiernickel(at)heidelberg.de.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei dem KI-Bundesverband e.V., dem Bundesverband Deutsche Startups e.V., Eric Heintze und Christoph Garbe für die freundliche Unterstützung.

Up2B Product Booster: Eine agile Kooperation

Am 25. Oktober startet der nächste Up2B Product Booster. Er vernetzt Industrytech-Startups mit Unternehmen, um Innovationen schneller auf den Weg zu bringen. Die Bewerbungsfrist für Unternehmen läuft noch bis zum 30. Juni, für Startups beginnt sie am 1. Juli. Weitere Infos unter: www.up2b.io/productbooster.

Die Idee: Viele Industrieunternehmen mäöchten gerne mit Startups kooperieren, um Innovation und Digitalisierung schneller im Unternehmen umzusetzen. Die Unternehmen profitieren dabei vo innovativen High-Tech Lösungen und dem „frischen WInd“, den Startups mitbringen. Oft fällt Unternehmen die zeit- und kostenintensiven Suche nach passenden Startups jedoch schwer. Für Startups bedeutet die Kooperation mit einem Industrieunternehmen eine große Chance, das eigene Produkt / die eigene Dienstleistung weiterzuentwickeln und wertvolle Kontakte zu knüpfen. ÜBer das Programm „Product Booster“ des Up2B Accelerators hilft der Technologiepark Heidelberg bei der Vernetzung. Nachdem passende Unternehmen identifiziert worden sind, übernimmt er das Matching, moderiert erste Gespräche und betreut die anschließende fünfwöchige Zusammenarbeit.

Im letzten Jahr nahmen namhafte Unternehmen wie BASF, ZEISS, Freudenberg, IDS Imaging Development Systems und Röchling am Product Booster teil. Im folgenden Interview berichten das Unternehmen Röchling und das Startup Polysecure, die sich über den Product Booster im letzten Jahr kennenlernten, von ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit.

Feenstaub. Bildquelle: Polysecure.

„Feenstaub“ Fluoreszenzmarker. Bildquelle: Polysecure.

Eine agile Kooperation

Das Startup Polysecure GmbH und die Röchling-Gruppe lernten sich über den Up2B Product Booster kennen. Eine erfolgreiche Entwicklungskooperation begann. Paul Becker, UP2B Projektkoordinator beim Technologiepark Heidelberg, Dr. Axel Höfter, General Manager Corporate R&D bei Röchling Industrial und Jochen Moesslein, Gründer und Geschäftsführer bei Polysecure erzählen im Interview von ihrer agilen Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitieren.

Wie war die Ausgangslage vor Beginn des Product Boosters?
Axel Höfter: In der globalen Wirtschaft nimmt der Schutz gegen sog. Reverse Engineering und Produktpiraterie eine zunehmend wichtigere Rolle ein. Dazu kommen aktuelle Industrietrends wie Industrie 4.0, die eine fälschungssichere, individuelle Nachverfolgung von Produkten erfordern. Als Hersteller von Kunststoffprodukten braucht Röchling aus diesen Gründen verlässliche und effiziente Markierungs-Lösungen für Kunststoffe. Die Suche nach einer geeigneten und schnell umsetzbaren Lösung erwies sich jedoch als Herausforderung.

Wie hat der Up2B Accelerator dem Unternehmen Röchling bei dieser Ausgangslage helfen können?
Paul Becker: Der Up2B Accelerator vernetzt Unternehmen und B2B Startups mit dem Ziel einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Ganz konkret haben wir dem Unternehmen bei zwei Herausforderungen geholfen. Die erste Herausforderung ist die Suche nach einem passenden Startup – das ist oft ein bisschen wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Die zweite Herausforderung ist die Anbahnung und Moderation der Zusammenarbeit. Kulturunterschiede erschweren diese Aufgabe. Startups profitieren von ihrer Agilität und Schnelligkeit und möchten Aufgaben sofort anpacken. Viele Unternehmen sind eine solch hohe Geschwindigkeit bei der Umsetzung nicht gewohnt. Zudem arbeiten wir immer daran, im ersten Schritt die Akzeptanz der Startups zu erhöhen und das Arbeiten auf Augenhöhe zu ermöglichen. Das ist nicht immer einfach bei globalen Großunternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern auf der einen, und Startups mit gerade einmal fünf Mitarbeitern auf der anderen Seite.
Mit Polysecure konnten wir für Röchling einen Volltreffer landen. Das Startup hat für alle Anwendungen die richtige Markertechnologie, basierend auf eigens entwickelten anorganischen Fluoreszenzpartikeln. Das war genau die Technologie, die Röchling gesucht hat.

Wie sah die Kooperation aus und was wurde erreicht?
Jochen Moesslein: Das Ziel der fünfwöchigen Kooperation war es, die Machbarkeit für Röchling unter Einbeziehung der Technologie von Polysecure darzustellen. In einem ersten Schritt musste die Machbarkeit getestet werden. Polysecure stellte hierfür Proben, sog. spezifische Fluoreszenz-Marker zur Verfügung. Röchling stellte dann die prototypischen Muster her.
Im zweiten Schritt wurde die Authentifizierung der Marker im Kunststoff durch eine präzise Messung der Abklingkonstante mit dem eigens von uns entwickelten BRANDPROOF® Pocket-Detektor gezeigt. Dadurch ist ein schneller, günstiger Originalitätsnachweis, als Schutz gegen Plagiate, möglich.

Im dritten Abschnitt haben wir die Sortierbarkeit der markierten Kunststoffe geprüft. Dafür kam die sogenannte „Tracer-Based-Sorting“-Technologie zum Einsatz. Das ist eine von uns entwickelte neue und sehr effiziente Sortiertechnologie, die die Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft insbesondere für Kunststoffe meistern kann. Die Erkenn- und Sortierbarkeit der Röchling-Muster erwies sich dabei als sehr gut.
Im vierten Teil der Machbarkeitsstudie wurde untersucht, wie deutlich bestimmte Fluoreszenzpartikel, die im Kunststoff eingebettet sind, ein Partikelmuster erzeugen. Auch diese Fragestellung konnte mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Die Muster waren gut zu erkennen und eigneten sich auch zur Identifizierung perspektivisch mit einer Smartphone-Kamera. Damit machen sie es möglich, das Produkt eindeutig rückzuverfolgen.

Inwiefern hat diese Lösung das Unternehmen Röchling vorangebracht?
Axel Höfter: Alle drei Lösungen wurden erfolgreich an prototypischen Mustern entwickelt. Derzeit analysiert Röchling sein vielfältiges Produktportfolio für unsere drei Unternehmensbereiche Automotive, Industrial und Medical und identifiziert Anwendungsfälle für die robuste Produktauthentifizierung. Wir haben gemeinsam einige weitere Machbarkeitstests initiiert. Die Agilität in der Zusammenarbeit war dabei ein wesentlicher Vorteil.

Wie hat der Up2B Accelerator unterstützt?
Paul Becker: Nachdem das Team des Up2B Accelerators die beiden Partner identifiziert hatte und die Zusage zur Zusammenarbeit feststand, war die Aufgabe des Accelerators nur in den Bereichen zu unterstützen, in denen es notwendig war. Ganz konkret haben wir dabei geholfen, die Erwartungen an eine Zusammenarbeit beider Parteien zu definieren. Zudem haben bei der Projektplanung mitgewirkt. Da bei der Zusammenarbeit Kommunikation im Vordergrund steht, haben wir dem Startup zwei Workshops angeboten zu den Themen „Wie kommuniziere ich mit meinem Kunden?“ und „Wie gestalte ich den Verkaufsprozess, von der ersten Kontaktaufnahme hin zu einem erfolgreichen Abschluss?“. Hier standen Mentoren individuell mit Rat und Tat zur Seite. Zum Abschluss präsentierte das Startup das erarbeitete Projekt. Die enge zeitliche Frist sorgte zwar für einigen Druck bei der Umsetzung des Projektes, hat dazu geführt, dass relativ schnell Ergebnisse produziert wurden, die sich sehen lassen konnten.

Mehr Info zum Product Booser von Up2B: www.up2b.io/productbooster