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Kaminabend mit Nick Parry: „Win-win – that´s what we are looking at“

Dem Chef bei der Gehaltsverhandlung sagen, dass man sich auch woanders beworben hat? Eigene Interessen niedrig ansetzen, um einen Auftrag zu erhalten? Schlechte Ideen bei einer Verhandlung – zumindest nach Nick Parry, CEO und Mitgründer vom interkulturellen Kommunikationszentrum languageUnites. Seine Botschaft: Bei Verhandlungen geht es im Kern darum, gute und stabile Beziehungen zu etablieren – deshalb findet man am besten einen Abschluss, von dem beide Seiten profitieren.

21. Juni 2017. Nick Parry, erfahrener Coach und interkultureller Trainer, stellt im Rahmen der Netzwerk-Veranstaltung Kaminabend die Grundzüge des sogenannten „Harvard-Verhandlungskonzepts“ vor. Um die nachhaltige Verhandlungsstrategie kennen zu lernen, kamen über 20 Interessierte zum Kaminabend ins SRH-Gründerzentrum.

Ziel dieser von der Harvard Law School entwickelten Verhandlungsmethode ist es, mit Partnern auch in Konflikten eine konstruktive Einigung zu finden. Schließlich geht es darum, eine Win-Win-Situation und damit größtmöglichen Nutzen für beide Seiten zu erlangen. Parry veranschaulichte die Verhandlungsmethode mit konkreten Beispielen und führte mit Teilnehmern eloquente Verhandlungen. Fazit: Falls das gesetzte Verhandlungsziel abgeschmettert wird, sollte man immer ein Alternativ-Ziel – also einen Plan B – bereithalten. Daneben ist eine gründliche Recherche über den Gegenpart vor der Verhandlung unumgänglich.

Für die eigene Sicherheit kann man sich auch eine Hintertüre offenlassen – eine sogenannte „best alternative to a negotiated agreement“ (B.A.T.N.A.). Kommunizieren sollte man diese jedoch auf keinen Fall, schließlich will man seine Partner nicht verprellen und damit gute Beziehungen zerstören. Denn nach Parry geht es essentiell nicht ums Gewinnen, sondern darum, ein gutes Netzwerk zu etablieren.

Im Anschluss an den Kurzvortrag blieb genug Zeit, sich bei gekühlten Getränken und Pizza über Verhandlungen auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und den interessanten Vortrag in lockerer Runde ausklingen zu lassen.

Über Nick Parry

Mit unterschiedlichen Methoden unterstützt Nick Parry internationale Projektteams bei der effizienten Gestaltung ihrer Arbeit: Er begleitet Teams vom Kick-off bis zur finalen Überprüfung,   moderiert Meetings, organisiert Team-Building-Events und hält Präsentationen über Verhandlungen, Kommunikation und Netzwerkfähigkeiten. Daneben hilft er bei Konfliktlösungen, führt interkulturelle Beratungen für Unternehmen und individuelle Coachings für Führungskräfte durch. Als CEO und Mitgründer vom interkulturellen Kommunikationszentrum languageUnites koordiniert Parry ein Team von Sprach-Experten und interkulturellen Trainern. An der Universität Heidelberg ist er für die Entwicklung und Durchführung des sprachlichen und interkulturellen Programms verantwortlich und arbeitet als interkultureller Trainer an der Universität Mannheim. Geboren und aufgewachsen in London, lebt Nick Parry seit 1992 in Deutschland.

Kaminabend

Die Heidelberg Startup Partners organisieren regelmäßig die Netzwerk-Veranstaltung Kaminabend. Mit bekannten Rednern und spannenden Themen bietet das After-Work-Format die Möglichkeit zum Austausch in entspannter Atmosphäre. Eingeladen sind alle Interessierte, Mitarbeiter aus der Biotechnologiebranche sowie wissenschaftliche und technologische Startups und Spin-offs.

Startup Weekend Rhein-Neckar 2017 - Gewinnerteam SmartCup

SmartCup gewinnt das 4. Startup Weekend Rhein-Neckar!

Nach fast 54 Stunden endete am Sonntag dem 21.April das 4. Startup Weekend Rhein-Neckar. Elf Geschäftsmodelle wurden an diesem Wochenende ausgearbeitet, aus denen drei Gewinner gekürt wurden.

Der erste Platz ging an das Team von „Smart Cup”. Mit ihrem intelligenten Kaffeebecher gehen die ambitionierten Unternehmerinnen nicht nur das Müllproblem von Wegwerf-Bechern an: „Meine Partnerin und ich wollten den perfekten Mehrwegbecher kreieren. Zusätzlich haben wir für den „Smart Cup“ einen Chip entworfen, mit dem Kaffeetrinker in Cafés einen Rabatt bekommen“, erzählt Mitbegründerin Atide Jasarova. Mit einem Algorithmus für personalisierte Nachrichten wollen die Gründer von „Learning News“ (2. Platz) Nutzern im Dschungel der Internet-Medien helfen. Die Barista Petra Vo und ihr Team von „VO Coffee“ (3. Platz) möchten vietnamesischen Kaffee in Deutschland beliebt machen und damit soziale Projekte in Vietnam unterstützen.

Eine ausführliche Pressemitteilung findet sich auf unserer Presseseite.

 

Startup Weekend Rhein-Neckar 2017 - Gruppenbild

Startup Weekend Rhein-Neckar 2017 - Mentoring

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PulseShift gewinnt Regional Cup Rhein-Neckar in Mannheim

Am 30. März fand im Rahmen der Veranstaltung „Zünder für Gründer meets Gründerbar beim Elevator Pitch BW“ der Regional Cup Rhein-Neckar im MAFINEX-Technologiezentrum in Mannheim statt. Sieger des Abends wurde das Team von PulseShift. 

Nur eine Fahrstuhlfahrt Zeit für junge Geschäftsideen: In nur drei Minuten mussten Jungunternehmen, Gründerinnen und Gründer beim Elevator Pitch im MAFINEX-Technologiezentrum in Mannheim die Fachjury und rund 120 Zuhörerinnen und Zuhörer von ihrer Geschäftsidee überzeugen. Der „Regional Cup Rhein-Neckar“ wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau als Teil der Veranstaltung „Zünder für Gründer meets Gründerbar beim Elevator Pitch BW“ durchgeführt. Als regionale Partner haben der MAFINEX Gründervebund Rhein-Neckar, das MAFINEX –Technologiezentrum, der MAFINEX e. V., die Stadt Mannheim, die IHK Rhein-Neckar, Heidelberg Startup Partners und die Heidelberger Kultur und Kreativwirtschaft den Elevator Pitch unterstützt. Das Preisgeld der Wettbewerbsreihe wurde von der L-Bank gesponsert. Alle prämierten Teilnehmer kommen aus Mannheim.

Den ersten Preis mit 500 Euro hat die Geschäftsidee „PulseShift“ gewonnen, die sich damit für das Landesfinale im Juni 2017 qualifiziert hat. Veränderungsprojekte und Transformationsprozesse bergen für Unternehmen große Risiken. Dennoch müssen Unternehmen sich schnell an die Entwicklungen auf Märkten im Wettbewerbsumfeld anpassen. Das Team von PulseShift unterstützt Unternehmen durch kontinuierliches Monitoring des Veränderungsprozesses und möchte die Entscheider kontinuierlich über den Erfolg der umgesetzten Maßnahmen und aufkeimende Risiken innerhalb des Veränderungsprozesses informieren. Dies geschieht durch den Einsatz eines innovativen Befragungsformats, das fortlaufend durch statistische Methoden und Machine Learning optimiert werden soll.

Der zweite Platz (300 Euro) ging an die Geschäftsidee „SurveyCircle“. Jonas Johé widmet sich mit SurveyCircle der Rekrutierung von Teilnehmenden für Umfragen und Online-Experimente. Durch ein ausgeklügeltes Ranking-System möchte der Gründer aus Mannheim ein Anreizsystem schaffen, damit mehr Menschen an Umfragen, Studien oder wissenschaftlichen Erhebungen teilnehmen. Er verspricht den Nutzern seiner Forschungsplattform eine höhere Anzahl von Teilnehmenden, größere Stichproben und in der Folge aussagekräftigere Studienergebnisse.

Gewinner des dritten Platzes (200 Euro) ist die Geschäftsidee „Mirabesque“. Das Team von Mirabesque möchte den Handel mit Kostümen und Accessoires für die Tanzbranche digitalisieren. Aktuell vertreibt Mirabesque über den eigenen Onlineshop Tanzbedarf und möchte sich zwischen dem Billigsegment mit Ware aus Asien und dem Hochpreissegment sowie der individuellen Maßkonfektion positionieren. Ein Online-Konfigurator für maßgefertigte Kostüme soll folgen.

Insgesamt hatten folgende Bewerber die Gelegenheit, beim Regional Cup die Jury von ihrer Idee zu begeistern:

  • Mirabesque
  • Your-Henry
  • EATell systems
  • PulseShift
  • Bringee
  • Richtungswechsler
  • Monmente
  • JUNIC Advertisement
  • SurveyCircle
  • Delta Fabrics – Der Stoff Deines Lebens

Die Teams wurden von der Jury anhand der Kriterien Geschäftsmodell (Qualität des Geschäftsmodells und Reifegrad des Konzepts, Kundennutzen und Marktchancen, Tragfähigkeit und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells) und Präsentation (Inhalt und Struktur des Vortrags, Rhetorik und Bühnenpräsenz, Nutzung der zur Verfügung stehenden Zeit) bewertet. Die Zusammensetzung der Jury ist bei den regionalen Wettbewerben unterschiedlich.

Bilder zur Veranstaltung wurden bei flickr veröffentlicht. Diese dürfen unter CC-Lizenz und Quellangabe „Elevator Pitch BW 16/17“ verwendet werden. Die Videos der Pitches werden in den kommenden Tagen auf diesem YouTube-Kanal zur Verfügung gestellt.

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Jetzt Tickets sichern für den „Life Science Meets IT“-Hackathon im Mai!

Der „Life Science Meets IT“-Hackathon kommt nach seinem großen Erfolg im letzten Jahr in diesem Mai wieder nach Heidelberg.

In 54 Stunden arbeiten vom 19. bis zum 21.Mai 2017  über 60 Teilnehmer in interdisziplinären Teams an technischen Lösungen für medizinische Herausforderungen. Gearbeitet wird in Teams aus Medizinern, IT-Experten, Wissenschaftlern sowie Designern und Geschäftsleuten. Leidenschaft und Enthusiasmus zählen jedoch mehr als Wissen!

Die sogenannten Challenges, an denen die Teams während des Wochenendes arbeiten, kommen von Unternehmen und Institutionen aus der Branche. Damit ist garantiert, dass die Themen aktuell und relevant sind. Die Folgen des demographischen Wandels, steigende chronische Krankheiten und mentale Gesundheitsprobleme bieten dafür spannendes Material.

Nach 54 Stunden Teamarbeit nehmen die Ergebnisse des Hackathons viele Formen an. Ob Prototyp, Hardware oder Software: Es sind innovative Lösungen dabei, die das Gesundheitssystem verbessern wollen.

Sichere dir hier noch ein Ticket und sei dabei!

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

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Jetzt anmelden für die Biotech und Pharma Business Summer School in Berlin!

Die Summer School „Biotech & Pharma Business Summer School – from target to market“ ist ein praxisnaher Fortbildungskurs, welcher vom Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (vbio) und vom Gläsernen Labor angeboten wird. Der Kurs gibt einen umfassenden Überblick über den Prozess der Arzneimittelentwicklung in der Biotechnologie und der pharmazeutischen Industrie – von der Idee, über die Entwicklung bis zum Markt. Er besteht aus Impuls-Vorträgen und fallbezogenen praktischen Übungen und findet an vier Tagen im September 207 statt.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Buchung des Kurses finden Sie hier.

Darüber hinaus bietet das Gläserne Labor einen Basiskurs „Biotechnologie“ an. Die Qualifizierung findet in 90 Unterrichtsstunden an fünf Wochenenden im Oktober/November 2017 statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

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Jetzt bewerben für den BMVI Startup Pitch in Berlin!

Am 29. März haben ausgewählte Gründer, Jungunternehmer und Startups die Chance, ihre Geschäftsidee in drei Minuten im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMWVI) in Berlin vor einer hochkarätigen Jury zu präsentieren.

Die besten drei Pitches erhalten jeweils eine Förderung von 10. 000 Euro.

Die Bewerbung ist ab sofort und bis zum 28. Februar 2017 möglich. Die Finalisten werden in einem zweistufigen Bewerbungsverfahren ausgewählt und bekommen dann am 29. März die Chance, die Jury von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen.

Das BMVI hat es sich zum Ziel gesetzt, die Chancen voll auszuschöpfen, die sich in der Digitalisierung und dem Datenwachstum in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen ergeben. Das Ministerium fördert  daher mit einer Vielzahl von Programmen und Veranstaltungen Ideen und Konzepte für die digitale Digitalisierung des Landes. Der 1st BMVI-Startup Pitch ist nun ein weiterer Schritt in diese Richtung.

Alle Informationen zur Bewerbung erhalten Sie unter www.bmvi-startup-pitch.de .

Patentieren von Diagnostischen Methoden und Biologischen Molekülen in den USA

Vortrag des Patentanwaltes Siegfried Ruppert von Duane Morris, LLP

Für viele Biotechfirmen ist der Wirtschaftsstandort USA enorm attraktiv. Um dort Fuß zu fassen und Venture Capital-Unterstützung zu erhalten, ist es wichtig, dass diese Firmen ihre diagnostischen Methoden und biologischen Moleküle in den USA mit Patenten absichern. In den letzten Jahren haben allerdings Entscheide des obersten U.S. Gerichts selbiges enorm schwieriger gemacht.

Dr. Siegfried Ruppert, U.S. Patentanwalt bei Duane Morris, LLP, einer internationalen Anwaltskanzlei, wird diese Gerichtsentscheide diskutieren und wie das U.S. Patentamt darauf reagiert hat.

Der Vortrag findet statt am 18. Juli 2016 um 17:00 Uhr, im Sitzungszimmer 2, Im Neuenheimer Feld 672, 69120 Heidelberg.

Bei Interesse bitte Mail an Volker Cleeves, Volker.Cleeves@med.uni-heidelberg.de

Über Duane Morris, LLP
Duane Morris LLP ist eine internationale Anwaltskanzlei mit mehr als 700 Anwälten. Von den insgesamt 29 Standorten befinden sich 21 in den Vereinigten Staaten, was Duane Morris eine flächendeckende Präsenz in den USA gibt. Acht weitere Büros befinden sich in Europa, dem Nahen Osten, und in Asien. Duane Morris Anwälte sind für ihre innovativen Lösungen der heutigen rechtlichen und geschäftlichen Herausforderungen geschätzt und bekannt.

Duane Morris is vor einem Jahrhundert aus einer Partnerschaft von prominenten Juristen in Philadelphia hervorgegangen. Trotz seiner globalen Expansion ist Duane Morris der Erhaltung seiner kollegialen und kooperativen Firmenkultur treu geblieben. Diese Firmenkultur hat viele hochbegabte Mitarbeiter angezogen. Sie ist sogar Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchung der Harvard Business School. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass die Duane Morris Firmenkultur unter den großen Kanzleien in den USA einzigartig ist und Duane Morris hilft trotz wechselnder Wirtschafts- und Branchenbedingungen weiter zu wachsen.
www.duanemorris.com

Siegfried Ruppert, J.D., Ph.D.
Dr. Ruppert ist als Special Counsel bei Duane Morris in San Francisco tätig. Seine Praxis erstreckt sich auf geistiges Eigentumsrecht mit einem Fokus auf Patenterteilungsverfahren, Patentinterferenzverfahren, Patentverletzungen, Patentrechtsstreite und Rechtsgutachten. Er verwaltet die Patentportfolios von Unternehmen und institutionellen Klienten in allen Bereichen der Life Sciences und Biotechnologie und unterstützt diese bei der Erteilung und rechtlicher Durchsetzung von Patentrechten in den USA.

Bevor sich Dr. Ruppert für eine anwaltliche Karriere entschied, war er Wissenschaftler bei Genentech, die Biotechfirma, mit der die U.S. Biotechnologie Ende der 80er Jahre begann. Dort haben er und sein Team neue Proteine von therapeutischem Interesse identifiziert und charakterisiert. Vor Genentech arbeitete Dr. Ruppert als Postdoc an der Universität von Kalifornien in Berkeley und am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. In dieser Zeit lag sein Forschungsschwerpunkt auf Genregulation, Transkriptionsfaktoren und dem Klonierenen von Genen mit einem kommerziellen und therapeutischen Interesse. Unter anderem hat Dr. Ruppert Oct-4 kloniert, ein Protein, das heute für die Produktion von induzierten pluripotenten Stammzellen benutzt wird und, von dem erst kürzlich gezeigt wurde, dass es es auch eine wichtige Funktion bei der Verhinderung von Herzattacken und Gehirnschlägen hat.

Dr. Ruppert hat nahezu 40 wissenschaftliche Publikationen in hochrangigen Fachzeitschriften veröffentlicht und ist Miterfinder auf mehreren U.S. Patenten.

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„Technologie akzeptiert weder Mauern noch Grenzen“

65_060716Für die USA war das Jahr 2015 ein Rekordjahr bezüglich Investitionen und Börsengängen von Biotechnologieunternehmen: Investitionssummen werden zunehmend größer, Investoren wählen frühe Entwicklungsphasen und NASDAQ-Börsengänge sind an der Tagesordnung. Ein Trend, der Europa bisher leider kaum erreicht hat – ungeachtet dessen, dass die Anzahl attraktiver Investitionsmöglichkeiten auch in Heidelberg und ähnlichen Biotech-Hotspots stetig zunimmt. Diese Analyse stand im Mittelpunkt des Technologiepark BIO Breakfast 2016, einer Veranstaltung die jährlich während der BIO Convention stattfindet.

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Den passenden Rahmen für Vorträge, Diskussion und gemeinsames Frühstück bot die Silicon Valley Bank in San Francisco. Deren ehemaliger Geschäftsführer Ken Wilcox und begrüßte die 30 Teilnehmer, eine bunte Mischung aus Finanzindustrie und Biotechnologie aus den USA und Europa. „Technologie akzeptiert weder Mauern noch Grenzen“, erklärte Dr. Ken Wilcox bei seiner Begrüßung sein Engagement für das Technologiepark BIO Breakfast. „Echte Innovation ist immer international! Damit eine in Heidelberg entwickelte Innovation erfolgreich ist, muss sie auch in San Francisco bahnbrechend sein.“ Ken Wilcox war bis 2015 Geschäftsführer der Silicon Valley Bank. Er ist außerdem Mitglied im Heidelberg Club International, dessen Präsident Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner Wissenschaftler, Unternehmer und engagierte Bürger in 12 Chaptern vernetzt, u.a. in San Francisco, New York, Shanghai, Beijing .

56_060716Einen kurzen Überblick über Investments in die Biotechnologie in den USA gab David Sabow, der den Life Science-Bereich der Silicon Valley Bank verantwortet. Trotz großer finanzieller Risiken würde zunehmend mehr in Biotechnologie, Diagnostik und Medizintechnik investiert. Ein Trend, dessen Fortbestand er auch für 2016 erwarte, obwohl die Zahlen von 2015 herausragend seien.

Den Bogen von den USA nach Heidelberg spannte schließlich Technologiepark-Geschäftsführer Dr. André Domin. Er berichtete vom Neubau des Technologieparks, der 2017 und 2018 als Teil des künftigen Heidelberger Innovationsparks entstehen soll. Dabei betonte er insbesondere die Rolle des Technologieparks als Interessensvertretung der Hightech-Industrie und Akademia. „Immer mehr junge Familien, Wissenschaftler und junge Unternehmer ziehen nach Heidelberg. Es ist eine der Kernaufgaben des Technologieparks die Interessen wachsender Unternehmen zu vertreten. Zusätzlich beraten wir Gründer der Heidelberger Forschungseinrichtungen und der Universität. Diese Spinoffs beginnen erst ihre Geschäftsmodelle zu entwickeln und kennen ihre künftigen Raumbedarfe noch nicht genau. Auch sie benötigen also Wachstumsperspektiven. Es ist meine Verantwortung ihnen passende Labore, Reinräume und Büros für die Umsetzung ihrer Ideen anzubieten.“, erklärte Domin.

71_060716Er verwies zudem auf die vielfältigen Chancen, die sich daraus ergäben, dass Wissenschaftler und Unternehmer im Hightech-Bereich immense Datenmengen speichern und auswerten. „Medizinische Entwicklungen sind ohne spezielle Software und intelligente Informatik undenkbar. Jeder Mensch produziert in seinem Leben rund ein Gigabyte an medizinischen Daten. Diese Datenmenge multipliziert mit acht Milliarden Erdbewohnern verdeutlicht die Rolle der IT-Industrie im Gesundheitsbereich. In Heidelberg und unmittelbarer Umgebung finden sich – wie in der Bay Area – sowohl exzellente Forschungseinrichtungen als auch Biotech- und Software-Unternehmen. Wir unterstützen deren Zusammenarbeit aktiv und fördern aussichtsreiche Gründungsprojekte. Mit dem Business Development Center werden wir neue Flächen für diese High-Tech-Unternehmen und Startups in Heidelberg anbieten.“

79_060716Den Abschluss bot ein Kurzvortrag von Dr. Thomas Prexl, Leiter des Gründerbüros im Technologiepark und Geschäftsführer des Heidelberg Startup Partners e.V., über die Gründungsaktivitäten in Heidelberg. Er berichtete über den erfolgreichen Aufbau des Startup-Ökossystems in den vergangenen Jahren. Anschließend erläuterte er den Aufbau des Heidelberg Startup Partners Hightech Accelerators. Das Programm verfolgt unter anderem das Ziel, Gründern den Zugang zu internationalem Risikokapital zu erleichtern. Es soll aus verschiedenen Modulen zu betriebswirtschaftlicher Kompetenz und intensiver Vernetzung mit Industrie- und Branchenexperten bestehen. Das Konzept entwickelt das bereits 2015 als Pilotmaßnahme durchgeführte Life Science Business Development Program weiter.

Das anschließende gemeinsame Frühstück bot ausreichend Raum für die Vernetzung der internationalen Gäste und zur Diskussion der Finanzierungsmöglichkeiten für Life Science Startups.

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Chirurgen-Ausbildung mit der Spielkonsole

80 Teilnehmer aus IT, Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft arbeiteten beim „Life Science meets IT Hackathon“ vom 20. bis 22. Mai 2016 gemeinsam an gesundheitsbezogenen Herausforderungen. Die Heidelberger Marsilius-Arkaden wurden für 54 Stunden zum interdisziplinären Entwicklungszentrum. Ministerin Theresia Bauer lobte den engagierten Umgang mit den Herausforderungen der Digitalisierung.
Heidelberg. Eine BWL-Studentin mit Datenbrille an einem Tisch mit 3D-Druckern; daneben ein Chirurg an einem Endoskop umringt von Notebooks, Kabeln und dem hektischen Treiben eines Entwicklerteams. Eines von vielen ungewöhnlichen Bildern, das sich den Gästen des „Life Science meets IT Hackathon“ am vergangenen Wochenende bot. Das gemeinsame Ziel: Innerhalb von 54 Stunden technische Lösungen für medizinische Fragestellungen zu entwickeln.
„Die heutigen Herausforderungen benötigen neue Formen der Zusammenarbeit und neue Maßnahmen, um Ideen voranzubringen“, erklärte Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg. „Das Land setzt sich für die Möglichkeiten der Digitalisierung ein. Dieser Hackathon bot hierzu den perfekten Rahmen.“ Die Ministerin hatte es sich nicht nehmen lassen, die Abschlussfeier mit allen Teilnehmern sowie Gästen aus Politik und Wirtschaft zu eröffnen.
Bei einem Hackathon – einem Kunstwort aus Hacking und Marathon – geht es darum, innerhalb kürzester Zeit Prototypen und passende Geschäftsmodelle zu entwickeln. Es wird viel programmiert und wenig geschlafen. Insgesamt 13 Teams stellten sich den gesundheitsbezogenen Herausforderungen. Eines der Gewinnerteams entwickelte etwa ein Lernsystem für angehende Chirurgen mit Teilen einer Spielkonsole. Die Bewegungen des Operateurs werden digitalisiert und mit Bildmaterial echter Operationen verknüpft. So könnten bereits in naher Zukunft realistische Übungsbedingungen für endoskopische Eingriffe geschaffen werden.
Organisiert wurde der Hackathon gemeinsam von German EIT Health, den Heidelberg Startup Partners, der Universität Heidelberg und Hackerstolz. Die Veranstalter zeigten sich zufrieden: „Aus unserer Sicht war der Hackathon ein voller Erfolg. Der Spirit dieses Hackathons ist hochmotivierend. Ein ungebremster Enthusiasmus von jungen Talenten, die innerhalb von nur zwei Tagen Prototypen für Gesundheitslösungen entwickeln.“ meinte Armin Pscherer, Geschäftsführer der German EIT Health GmbH.
Den geeigneten Rahmen für das kreative Wochenende boten die von der Universität Heidelberg zur Verfügung gestellten Marsilius-Arkaden. Thomas Rausch, Direktor des Marsilius-Kollegs, betonte in seinem Grußwort das Innovationspotenzial von Universität und Klinikum bei Fragestellungen eines gesunden Lebensstils und aktiven Alterns. Die offene Architektur und die unmittelbare Nähe zur Chirurgie taten ein Übriges, um den Gedankenaustausch zu bisher ungelösten Problemen zu fördern und die konkrete Entwicklung und Erprobung von möglichen Produkten und Dienstleistungen zu ermöglichen. Erfolgsversprechende Konzepte sollen dann als Grundstein für Unternehmensgründungen dienen.
„Heidelberg ist ein idealer Standort, um Lebenswissenschaften und Informationstechnologie miteinander zu verknüpfen“, erläutert Thomas Prexl, Geschäftsführer der Heidelberg Startup Partners und Leiter des Gründerbüros im Technologiepark. „Hier sind nicht nur exzellente Forschungseinrichtungen ansässig, sondern in unmittelbarer Umgebung auch wichtige Softwareunternehmen wie die SAP, die sich mit dem Thema Gesundheit intensiv befassen. Ein guter Mix für Innovation.“
80 Teilnehmer, sogar aus dem europäischen Ausland und den USA, waren angereist, um sich intensiv mit gesundheitsrelevanten Fragen auseinanderzusetzen: Wie lässt sich die Kommunikation zwischen Arzt und Patient durch IT verbessern? Welche digitalen Lösungen können Demenz frühzeitig erkennen? Mit welchen technischen Mitteln kann man den Aufenthalt und die Behandlung im Krankenhaus für Patienten angenehmer und gleichzeitig effizienter gestalten?
Eine sechsköpfige Jury mit Vertretern aus Wissenschaft, Gesundheits- und IT-Branche und Investoren prämierte die drei überzeugendsten Teams in den Kategorien „beste technische Lösung“, „beste Geschäftsidee“ und „patientenorientierteste Lösung“. Zusätzlich wurde ein Publikumspreis vergeben. Die Gewinner-Teams durften sich über ein Startgeld von jeweils 10.000 Euro freuen, um ein Unternehmen zu gründen. Die Gewinner des Publikumspreises dürfen zudem beim German EIT Health Business Plan Contest teilnehmen.
Finanziell wurde die Veranstaltung durch die Sponsoren Merck, SAP und den Technologiepark Heidelberg unterstützt. Aber auch bisher ungelöste medizinische Probleme, Material und Geräte waren ein wertvoller Beitrag. So identifizierten Unternehmen wie Janssen oder Microsoft aktuelle gesundheitsbezogene Fragen die es zu „hacken“ galt. Roche gewährte Zugang zu seinen 3D-Druck-Einrichtungen. Dabei standen den Teilnehmern verschiedene Experten beratend zur Seite.

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Weitere Informationen zur Veranstaltung:

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„Viel mehr erreicht als gedacht beim Startup Weekend Rhein-Neckar “

60 Gründungsinteressierte, 54 Stunden harte Arbeit, sehr viel Spaß und 10 zündende Geschäftsmodelle sind die Wochenend-Bilanz des dritten Startup Weekend Rhein-Neckar in der Hochschule Ludwigshafen. Unterstützt von 30 Mentoren arbeiteten die Teams an neuen Produkten, Dienstleistungen und sozialen Projekten. „Ich bin am Freitag mit einer Idee gekommen, die ich schon länger im Kopf habe, ich aber eigentlich gar nicht vorstellen wollte – zum Glück habe ich mich doch getraut!“, so David Becker, der in der Kategorie bestes Design mit seinem Team „Sportimusic“ zu den Gewinnern gehört. Er entwickelte an dem Wochenende in Gemeinschaft eine App, die mittels von ihm komponierter Musik, Sportlern den richtigen Rhythmus bei Übungen im Fitness-Studio vorgibt.

Das Startup Weekend Rhein-Neckar ist eine gemeinsame Veranstaltung des Heidelberg Startup Partners e.V., des MAFINEX Entrepreneur Rhein-Neckar e.V. und des IT Forum Rhein-Neckar e.V.. Das vom IT Forum Rhein-Neckar und seinen Partnervereinen startregion und Hackerstolz organisierte dritte Startup Weekend Rhein-Neckar begann am Freitagnachmittag mit einer Vorstellung von 23 Geschäftsideen. Die zehn erfolgversprechendsten wurden von den Teilnehmern selbst zur intensiven Ausarbeitung ausgewählt. Die Jury aus Wirtschaft und Politik zeigte sich beeindruckt und kürte drei Teams am Sonntagabend zu Gewinnern. Davor lagen zwei Tage harte Arbeit.

Auch Michael Staffa mit seinem Team „Refugee Communicator“ setzte sich in der Kategorie Social Entrepreneurship gegen die anderen Teilnehmer durch. „Ich bin selbst in der Flüchtlingshilfe tätig und erlebe jedes Mal aufs Neue große Hindernisse in der Sprachverständigung. Wie praktisch wäre es doch, wenn ich einfach jemanden anrufen könnte, der ganz schnell das Wichtigste übersetzt“, so Michael Staffa bei der Vorstellung seiner Geschäftsidee. Gesagt, getan – und so setzte sein Team ein gut validiertes Geschäftsmodell um, dass die Kommunikationsprobleme anpacken kann.

Bei der Umsetzung der Ideen standen den Teams verschiedene Wirtschaftsexperten, Rechtsanwälte und erfahrene Unternehmer zur Seite. „Die Mentoren haben uns das ganze Wochenende über sehr konstruktives aber auch kritisches Feedback gegeben. Dadurch haben wir viel mehr erreicht als wir für möglich gehalten haben“, so der Tenor der Teilnehmer.

Auch ein drittes Team wusste zu überzeugen. So ging der Sieg in der Kategorie Health Care an das Team „Pflegevermittlung“, eine Onlineplattform, die alle Services und freie Kapazitäten von Pflegediensten in der Region aufzeigt. Die Ergebnisse der Wochenendarbeit sind beachtlich. Prototypen, Websites und erstes Kundenfeedback lassen staunen, wie viel ein engagiertes Team in wenigen Stunden leisten kann.

„Ich bin sehr begeistert von dem Arbeitseifer dieses Wochenendes. Hier ist etwas ganz Besonderes passiert“, erklärt Peter Schubert, Vorstand des IT Forum Rhein-Neckar e.V., der Gastgeber der Veranstaltung war. „Eigentlich geht es hier auch nicht um das Gewinnen sondern um die Erfahrung, in einem fremden Team, in 54 Stunden eine enorme Leistung abzurufen und dabei noch sehr viel Spaß zu haben“. Das Wochenende finanziell möglich gemacht haben die Technischen Werke Ludwigshafen, Ernst & Young und die Deutsche Messe AG. Die Radiosender bigFM und RPR1 fungierten als Medienpartner. Weitere Unternehmen wie die business design people AG unterstützen die Veranstaltung durch Ihre große Expertise in der Gründungsberatung.

Das Startup Weekend wird auch zukünftig an verschiedenen Orten in der Metropolregion Rhein-Neckar stattfinden. Es reiht sich in die weltweite Startup Weekend-Initiative ein, die 2008 im US-amerikanischen Boulder gegründet wurde. Von Auckland über Tokyo, Rio de Janeiro und San Francisco bis Bagdad nahmen in den letzten Jahren mehr als 200.000 Teilnehmer an Startup Weekends in mehr als 150 Ländern teil.