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Kaminabend mit Nick Parry: „Win-win – that´s what we are looking at“

Dem Chef bei der Gehaltsverhandlung sagen, dass man sich auch woanders beworben hat? Eigene Interessen niedrig ansetzen, um einen Auftrag zu erhalten? Schlechte Ideen bei einer Verhandlung – zumindest nach Nick Parry, CEO und Mitgründer vom interkulturellen Kommunikationszentrum languageUnites. Seine Botschaft: Bei Verhandlungen geht es im Kern darum, gute und stabile Beziehungen zu etablieren – deshalb findet man am besten einen Abschluss, von dem beide Seiten profitieren.

21. Juni 2017. Nick Parry, erfahrener Coach und interkultureller Trainer, stellt im Rahmen der Netzwerk-Veranstaltung Kaminabend die Grundzüge des sogenannten „Harvard-Verhandlungskonzepts“ vor. Um die nachhaltige Verhandlungsstrategie kennen zu lernen, kamen über 20 Interessierte zum Kaminabend ins SRH-Gründerzentrum.

Ziel dieser von der Harvard Law School entwickelten Verhandlungsmethode ist es, mit Partnern auch in Konflikten eine konstruktive Einigung zu finden. Schließlich geht es darum, eine Win-Win-Situation und damit größtmöglichen Nutzen für beide Seiten zu erlangen. Parry veranschaulichte die Verhandlungsmethode mit konkreten Beispielen und führte mit Teilnehmern eloquente Verhandlungen. Fazit: Falls das gesetzte Verhandlungsziel abgeschmettert wird, sollte man immer ein Alternativ-Ziel – also einen Plan B – bereithalten. Daneben ist eine gründliche Recherche über den Gegenpart vor der Verhandlung unumgänglich.

Für die eigene Sicherheit kann man sich auch eine Hintertüre offenlassen – eine sogenannte „best alternative to a negotiated agreement“ (B.A.T.N.A.). Kommunizieren sollte man diese jedoch auf keinen Fall, schließlich will man seine Partner nicht verprellen und damit gute Beziehungen zerstören. Denn nach Parry geht es essentiell nicht ums Gewinnen, sondern darum, ein gutes Netzwerk zu etablieren.

Im Anschluss an den Kurzvortrag blieb genug Zeit, sich bei gekühlten Getränken und Pizza über Verhandlungen auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und den interessanten Vortrag in lockerer Runde ausklingen zu lassen.

Über Nick Parry

Mit unterschiedlichen Methoden unterstützt Nick Parry internationale Projektteams bei der effizienten Gestaltung ihrer Arbeit: Er begleitet Teams vom Kick-off bis zur finalen Überprüfung,   moderiert Meetings, organisiert Team-Building-Events und hält Präsentationen über Verhandlungen, Kommunikation und Netzwerkfähigkeiten. Daneben hilft er bei Konfliktlösungen, führt interkulturelle Beratungen für Unternehmen und individuelle Coachings für Führungskräfte durch. Als CEO und Mitgründer vom interkulturellen Kommunikationszentrum languageUnites koordiniert Parry ein Team von Sprach-Experten und interkulturellen Trainern. An der Universität Heidelberg ist er für die Entwicklung und Durchführung des sprachlichen und interkulturellen Programms verantwortlich und arbeitet als interkultureller Trainer an der Universität Mannheim. Geboren und aufgewachsen in London, lebt Nick Parry seit 1992 in Deutschland.

Kaminabend

Die Heidelberg Startup Partners organisieren regelmäßig die Netzwerk-Veranstaltung Kaminabend. Mit bekannten Rednern und spannenden Themen bietet das After-Work-Format die Möglichkeit zum Austausch in entspannter Atmosphäre. Eingeladen sind alle Interessierte, Mitarbeiter aus der Biotechnologiebranche sowie wissenschaftliche und technologische Startups und Spin-offs.

Bis zum 03. Juli für den CyberOne Hightech Award von bwcon

Noch genau 20 Tage sind es bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist des diesjährigen CyberOne Hightech Awards! 20 Tage, in denen Sie noch Zeit haben, Ihr Geschäftskonzept in Form eines vollständigen Businessplans, der die Entwicklung und wirtschaftliche Machbarkeit Ihrer Unternehmung aufzeigt, über die Online-Bewerbungsplattform einzureichen. Wir nehmen Bewerbungen von baden-württembergischen Start-ups mit innovativen Geschäftsideen aus allen Technologiebranchen in diesen drei Kategorien entgegen:

– IKT / Medien- und Kreativwirtschaft
– Industrielle Technologien
– Life Science & Health Care

Die Einreichfrist für den CyberOne 2017 endet am 3. Juli 2017!

Wie auch in den letzten Jahren gibt es 2017 neben Geldpreisen auch einige wichtige Sachpreise zu gewinnen. Unter anderem gibt es die Möglicgkeit, den diesjährigen Sonderpreis im Bereich Digital Entertainment von unserem Premiumsponsor Europa-Park zu gewinnen. Mitmachen lohnt sich also!

In der Zeit bis zur Bewerbungsfrist gibt es noch vier Termine der CyberOne Roadshow, bei denen Sie sich wieder zu spannenden und hilfreichen Themen informieren können. In Offenburg geht es kommenden Dienstag um das Thema „Design Thinking co-kreativ erleben“. Am darauffolgenden Donnerstag behandeln wir in Karlsruhe das Thema „Businessplanerstellung“. Die „Finanzierung“ wird am 26. Juni in Heilbronn thematisiert. Und am 27. Juni sprechen wir mit Ihnen über „Invest Readiness“ in Mannheim.

Erasmus for Entrepreneurs – Webinar für Interessierte am 2. Juni 2017

Das Austauschprogramm „Erasmus für Jungunternehmer“ unterstützt angehende europäische Unternehmerinnen und Unternehmer beim Erwerb der nötigen Fähigkeiten, um ein kleines Unternehmen in Europa zu gründen bzw. erfolgreich zu leiten. Neue Unternehmerinnen und Unternehmer haben die Möglichkeit, während einer ein- bis sechsmonatigen Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Unternehmer Wissen und Geschäftsideen zu erwerben und auszutauschen. Die Reise- und Aufenthaltskosten werden von der Europäischen Kommission bezuschusst.

Das Centrum für soziale Investitionen und Innovationen der Universität Heidelberg ist eine von insgesamt elf Kontaktstellen in Deutschland, die Interessierte individuell beraten, Anträge bearbeiten und den Austausch organisieren.

Zu Beginn der neuen Förderperiode wird ein Webinar für Interessierte und Multiplikatoren veranstaltet in dem grundsätzliche Infos und Rahmenbedingungen, aber auch „Success-Stories“, also Erfahrungen von ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgestellt werden. Das Webinar ist offen für alle Interessierte und findet am 2. Juni 2017 von 12.00 bis 13.00 Uhr statt. Weitere Informationen und die Zugangsdaten erhalten Sie hier: https://goo.gl/CrcZYO

Wenn Sie Fragen zu dem Programm haben, melden Sie sich bitte bei Antonia Felber (antonia.felber@csi.uni-heidelberg.de) oder Carsten Eggersglüß (carsten.eggersgluess@csi.uni-heidelberg.de). Im Internet finden Sie weitere Informationen unter: http://www.erasmus-entrepreneurs.eu/.

Eine Programmübersicht gibt es auch hier.

TolerogenixX: Seedinvestment und Abschluss der klinischen Phase-I

Die TolerogenixX GmbH verfügt über eine patentierte und klinisch getestete Zelltherapietechnologie zur maßgeschneiderten Immunsuppression. Damit können unerwünschte Abwehrreaktionen des Immunsystems gezielt abgeschaltet werden. In einer klinischen Phase-I Studie konnte die Technologie erfolgreich im Rahmen von Nierentransplantationen eingesetzt werden: Transplantierte Patienten werden tolerant gegenüber dem fremden Spenderorgan. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert als Seedinvestor diese Innovation und die Vorbereitung der im Frühjahr 2018 beginnenden klinischen Phase-II Studie. Weitere Anwendungen der Technologie liegen in Transplantationen anderer Organe und der ursächlichen Behandlung von Autoimmunerkrankungen.

Mehr Informationen und den vollständigen Presseartikel ist hier nachzulesen.

 

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PulseShift gewinnt Regional Cup Rhein-Neckar in Mannheim

Am 30. März fand im Rahmen der Veranstaltung „Zünder für Gründer meets Gründerbar beim Elevator Pitch BW“ der Regional Cup Rhein-Neckar im MAFINEX-Technologiezentrum in Mannheim statt. Sieger des Abends wurde das Team von PulseShift. 

Nur eine Fahrstuhlfahrt Zeit für junge Geschäftsideen: In nur drei Minuten mussten Jungunternehmen, Gründerinnen und Gründer beim Elevator Pitch im MAFINEX-Technologiezentrum in Mannheim die Fachjury und rund 120 Zuhörerinnen und Zuhörer von ihrer Geschäftsidee überzeugen. Der „Regional Cup Rhein-Neckar“ wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau als Teil der Veranstaltung „Zünder für Gründer meets Gründerbar beim Elevator Pitch BW“ durchgeführt. Als regionale Partner haben der MAFINEX Gründervebund Rhein-Neckar, das MAFINEX –Technologiezentrum, der MAFINEX e. V., die Stadt Mannheim, die IHK Rhein-Neckar, Heidelberg Startup Partners und die Heidelberger Kultur und Kreativwirtschaft den Elevator Pitch unterstützt. Das Preisgeld der Wettbewerbsreihe wurde von der L-Bank gesponsert. Alle prämierten Teilnehmer kommen aus Mannheim.

Den ersten Preis mit 500 Euro hat die Geschäftsidee „PulseShift“ gewonnen, die sich damit für das Landesfinale im Juni 2017 qualifiziert hat. Veränderungsprojekte und Transformationsprozesse bergen für Unternehmen große Risiken. Dennoch müssen Unternehmen sich schnell an die Entwicklungen auf Märkten im Wettbewerbsumfeld anpassen. Das Team von PulseShift unterstützt Unternehmen durch kontinuierliches Monitoring des Veränderungsprozesses und möchte die Entscheider kontinuierlich über den Erfolg der umgesetzten Maßnahmen und aufkeimende Risiken innerhalb des Veränderungsprozesses informieren. Dies geschieht durch den Einsatz eines innovativen Befragungsformats, das fortlaufend durch statistische Methoden und Machine Learning optimiert werden soll.

Der zweite Platz (300 Euro) ging an die Geschäftsidee „SurveyCircle“. Jonas Johé widmet sich mit SurveyCircle der Rekrutierung von Teilnehmenden für Umfragen und Online-Experimente. Durch ein ausgeklügeltes Ranking-System möchte der Gründer aus Mannheim ein Anreizsystem schaffen, damit mehr Menschen an Umfragen, Studien oder wissenschaftlichen Erhebungen teilnehmen. Er verspricht den Nutzern seiner Forschungsplattform eine höhere Anzahl von Teilnehmenden, größere Stichproben und in der Folge aussagekräftigere Studienergebnisse.

Gewinner des dritten Platzes (200 Euro) ist die Geschäftsidee „Mirabesque“. Das Team von Mirabesque möchte den Handel mit Kostümen und Accessoires für die Tanzbranche digitalisieren. Aktuell vertreibt Mirabesque über den eigenen Onlineshop Tanzbedarf und möchte sich zwischen dem Billigsegment mit Ware aus Asien und dem Hochpreissegment sowie der individuellen Maßkonfektion positionieren. Ein Online-Konfigurator für maßgefertigte Kostüme soll folgen.

Insgesamt hatten folgende Bewerber die Gelegenheit, beim Regional Cup die Jury von ihrer Idee zu begeistern:

  • Mirabesque
  • Your-Henry
  • EATell systems
  • PulseShift
  • Bringee
  • Richtungswechsler
  • Monmente
  • JUNIC Advertisement
  • SurveyCircle
  • Delta Fabrics – Der Stoff Deines Lebens

Die Teams wurden von der Jury anhand der Kriterien Geschäftsmodell (Qualität des Geschäftsmodells und Reifegrad des Konzepts, Kundennutzen und Marktchancen, Tragfähigkeit und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells) und Präsentation (Inhalt und Struktur des Vortrags, Rhetorik und Bühnenpräsenz, Nutzung der zur Verfügung stehenden Zeit) bewertet. Die Zusammensetzung der Jury ist bei den regionalen Wettbewerben unterschiedlich.

Bilder zur Veranstaltung wurden bei flickr veröffentlicht. Diese dürfen unter CC-Lizenz und Quellangabe „Elevator Pitch BW 16/17“ verwendet werden. Die Videos der Pitches werden in den kommenden Tagen auf diesem YouTube-Kanal zur Verfügung gestellt.

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Therapien gegen HIV und Netzhautdegeneration sowie Bio-LEDs: Die Gewinner des zehnten Innovationspreises der BioRegionen stehen fest!

Der Arbeitskreis der deutschen BioRegionen verleiht auf den Deutschen Biotechnologietagen in Hannover zum zehnten Mal den Innovationspreis. Die drei prämierten Erfindungen eröffnen neue Konzepte zur Therapie von HIV-Infektionen, zur Behandlung von Netzhauterkrankungen und zeigen auf, wie Proteine die Herstellung von LEDs effizienter und umweltfreundlicher machen.

 

Die Preisträger 2017 sind:

  • Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: Ihnen ist es gelungen, weiß leuchtende Bio-LEDs herzustellen, die sich auch in Serie preiswert und umweltfreundlich produzieren lassen
  • Wissenschaftler der Universität Tübingen: Sie haben in einem Forschungsprojekt Medikamente zur Behandlung seltener Netzhauterkrankungen entwickelt
  • Forscher des Heinrich-Pette-Instituts Hamburg: Sie haben einen vielversprechenden Ansatz zur Heilung von Aids entwickelt. Dabei wird die die HIV-DNA vollständig aus der infizierten Immunzelle im menschlichen Körper entfernt.

Die Jury hat die drei Projekte aus insgesamt 28 Wettbewerbsbeiträgen ausgewählt. Sie zeichnen sich neben einer besonderen erfinderischen Qualität durch ein hohes wirtschaftliches Potenzial aus. Die drei mit insgesamt 6.000 Euro dotierten Preise sollen den Transfer von Wissen, neuen Technologien und Erfindungen aus der Forschung in die unternehmerische Verwertung fördern. Aufgabe des Wettbewerbs ist es außerdem, der Öffentlichkeit die Ergebnisse hervorragender Forschung mit Wirtschaftspotenzial in Deutschland wie auch die praktische Nutzung der Biotechnologie näher zu bringen.

Der Preis wird an Erfinder mit herausragenden, innovativen Ideen im Bereich der modernen Biotechnologie verliehen. Er soll aus Ideen echte Innovationen machen und würdigt zugleich die Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft. Der Wettbewerb richtet sich an Inhaber oder Anwärter von Patenten aus universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Die Preisverleihung findet im Rahmen der Deutschen Biotechnologietage am 5. April in Hannover statt (www.biotechnologietage.de/). Laudator ist Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Die drei Sieger erwartet ein mit jeweils 2.000 Euro dotierter Preis.

Der Innovationspreis 2017 wird unterstützt durch das Fachjournal BioSpektrum, die High-Tech Gründerfonds Management GmbH sowie durch die Kanzlei Dehmel & Bettenhausen. Infos unter: www.biodeutschland.org/innovationspreis.html

Die BioRegionen Deutschlands sind die 31 regionalen Initiativen zur Förderung der wirtschaftlichen Nutzung moderner Biotechnologien in Deutschland. Der Arbeitskreis der BioRegionen (AK-BioRegio) ist das zentrale Netzwerk regionaler Initiativen. Jährlich prämiert der Arbeitskreis die drei innovativsten (patentierten) Forschungsideen der Lebenswissenschaften mit exzellenten Marktchancen mit dem „Innovationspreis“. Der Arbeitskreis der BioRegionen in Deutschland fördert damit anwendungsorientierte Ideen mit starkem Umsetzungspotential. Mit dem Innovationspreis wollen wir die Nachhaltigkeit von Ideen und eine verstärkte Orientierung der Life Sciences am Technologietransfer anerkennen und unterstreichen.

In diesem Jahr wird der Wettbewerb um den Innovationspreis bereits zum zehnten Mal ausgerichtet. Die Einreichungen erfolgten über die lokale BioRegionen-Initiative, die zentrale Koordination hat in diesem Jahr Hessen Trade & Invest GmbH, die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Landes Hessen, übernommen.

 

Die prämierten Projekte:

Mireca Medicines – Neue Medikamente zur Behandlung seltener Netzhauterkrankungen (Prof. Dr. François Paquet-Durand, Universität Tübingen, Forschungsinstitut für Augenheilkunde)

Erbliche Netzhautdegeneration gehört zu den seltenen, bis heute nicht behandelbaren Erkrankungen des Auges, die bis zur völligen Blindheit führen. Die Schwierigkeiten bei der Therapieentwicklung liegen in der Vielzahl von verursachenden Gendefekten die zu einer Überaktivierung der cGMP-Signalkaskade führen, sowie in der Überwindung der Blutretinaschranke. Die patentierte Substanzformulierung adressiert beides und zeigt in der Prä-Klinik den Erhalt der Netzhautstruktur und Funktion.

Mireca Medicines setzt eine EU-geförderte Zusammenarbeit zwischen akademischen und Industriepartnern fort, mit dem Ziel Medikamente für Netzhaut- und verwandte Neurodegenerationen zu entwickeln. Der erlangte europäische „Orphan Drug Designation“ (ODD) Status vereinfacht die klinische Prüfung und sichert für 10 Jahre einen exklusiven Marktzugang (ab Markteintritt). Ein Produktionsprozess in GMP Qualität und ein klinischer Entwicklungsplan liegen vor. Die erste Finanzierungsrunde ist begonnen.

Heinrich-Pette-Institut, Hamburg/Provirex – Innovative Methode zur Entfernung der HIV-DNA aus dem Genom infizierter Immunzellen. (PD Dr. Jan Chemnitz, Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für experimentelle Virologie)

HIV/AIDS ist nach wie vor eine der schlimmsten Seuchen unserer Zeit. In den meisten Fällen ist die Erkrankung zwar mit antiretroviralen Medikamenten beherrschbar, eine Heilung ist aber damit nicht möglich. Dies beruht letztlich auf der stabilen Integration der HIV-Gene, der sogenannten proviralen DNA, in das Erbgut der Immunzellen des infizierten Wirtsorganismus. Durch molekulare Evolution konnte ein Enzym (Brec1) generiert werden, das die integrierte HIV provirale DNA erkennt und aus dem Genom der infizierten menschlichen Wirtszelle wieder hochspezifisch und nebenwirkungsfrei entfernt, die Infektion auf zellulärer Ebene also wieder rückgängig macht. Im Tiermodell führte der Einsatz dieses Enzyms bereits zu einer signifikanten antiviralen Aktivität. Die Brec1 Rekombinase erkennt hierbei über 94% aller vorherrschenden klinisch beschriebenen HIV Sequenzen und ist somit als Komponente neuartiger kurativer HIV-Heilverfahren breit einsetzbar.

Bio-LEDs mit Leuchtproteinen (Dr. Uwe Sonnewald, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)

LEDs gelten als Leuchtmittel der Zukunft: Sie sind bis zu 80 Prozent energieeffizienter als Glühbirnen und halten circa fünf Mal so lang wie Energiesparlampen. Berücksichtigt man außerdem, dass in Privathaushalten im Schnitt mehr als 20 Prozent der Energie für die Beleuchtung verbraucht wird, könnte die weltweite Umstellung auf Leuchtdioden einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz liefern.

Jedoch ist die Herstellung dieser Dioden teuer und aufwändig, denn marktübliche LEDs geben in der Regel blaues Licht ab. Damit sie weiß leuchten, werden sie mit Konversionsfarbstoffen beschichtet, die aus seltenen Erden gewonnen werden.

Wissenschaftlern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ist es jetzt gelungen, weiß leuchtende Bio-LEDs herzustellen, die sich auch in Serie preiswert und umweltfreundlich produzieren lassen. Hierbei werden fluoreszierende Proteine in ein gummiartiges Material eingebettet und auf eine LED aufgebracht. Durch die Kombination unterschiedlicher Leuchtproteine konnten die FAU-Forscher erstmals Weißlicht-LEDs auf Proteinbasis herstellen. Diese Beschichtung eignet sich auch für die Herstellung von Leuchtdisplays.

 

Über den Arbeitskreis der BioRegionen:

Der Arbeitskreis der BioRegionen in Deutschland (AK BioRegio) ist ein Zusammenschluss lokaler Organisationen aller Bundesländer, die im Bereich Biotechnologie aktiv sind und die innovative Branche in den jeweiligen Regionen fördern. Seit der Gründung im Jahr 2004 konnten mittlerweile 31 Mitglieder gewonnen werden. Ziel des Arbeitskreises ist es, die regionalen Aktivitäten der einzelnen Organisationen im Interesse der deutschen Biotechnologie zu optimieren und zu koordinieren. Neben den klassischen Themen wie Finanzierung, Gründung und Ausbildung befasst sich der AK BioRegio mit dem Technologietransfer und der Öffentlichkeitsarbeit. Seit Januar 2009 ist der AK BioRegio Mitglied der BIO Deutschland e.V. und hat seine Geschäftsstelle dort.
Sprecher des AK BioRegio ist Dr. Klaus Eichenberg (BioRegio STERN), die stellvertretenden Sprecher sind Dr. Heinrich Cuypers (BioCon Valley) und Dr. Hinrich Habeck (Life Science Nord Management GmbH).

 

Ansprechpartner Innovationspreis 2017:

Dr. Detlef Terzenbach
Hessen Trade & Invest GmbH
Konradinerallee 9
65189 Wiesbaden, Germany
Tel: 0611 95017 8613
Mobil: 0151 1263 5931
E-Mail: detlef.terzenbach@htai.de
Web: www.htai.de

Biotech Entrepreneurship Training Program

Das Biotech Entrepreneurship Training Program für Masterstudenten, PhDs und postdocs

Die German EIT Health GmbH startet zum 19.April ein Entrepreneurship Blockseminar mit Fokus auf Biotechnologie/Medtech für Masterstudenten, PhDs und postdocs.

Aufgrund der Begrenzung der Teilnehmer auf 40 Personen ist hier eine Anmeldung notwendig. Der Kurs findet auf Englisch statt.

Weitere Informationen zum Programm finden sich hier.

 

Jetzt anmelden für die Biotech und Pharma Business Summer School in Berlin!

Die Summer School „Biotech & Pharma Business Summer School – from target to market“ ist ein praxisnaher Fortbildungskurs, welcher vom Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (vbio) und vom Gläsernen Labor angeboten wird. Der Kurs gibt einen umfassenden Überblick über den Prozess der Arzneimittelentwicklung in der Biotechnologie und der pharmazeutischen Industrie – von der Idee, über die Entwicklung bis zum Markt. Er besteht aus Impuls-Vorträgen und fallbezogenen praktischen Übungen und findet an vier Tagen im September 207 statt.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Buchung des Kurses finden Sie hier.

Darüber hinaus bietet das Gläserne Labor einen Basiskurs „Biotechnologie“ an. Die Qualifizierung findet in 90 Unterrichtsstunden an fünf Wochenenden im Oktober/November 2017 statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

GL-Akademievbio

Erasmus for Young Entrepreneurs

Jetzt bewerben für „Erasmus for Young Entrepreneurs“!

Die neue Ausschreibung der Gründerstipendien im europäischen Austauschprojekt „Erasmus for Young Entrepreneurs“ ist da!

UnternehmerTUM gibt angehenden Gründern aus Deutschland die Möglichkeit, bis zu drei Monate bei innovativen Unternehmen im Ausland zu verbringen. Sie arbeiten Seite an Seite mit erfahrenen Unternehmern und profitieren vom Wissen Ihres Gastunternehmers, wie Sie ein eigenes Business starten und ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen!

 

WER: Gründer mit dem Business Plan, Gründungserfahrung bis 3 J.

WAS: Aufenthalt im ausländischen Gastunternehmen, 1-3 Monate lang mit flexiblem Startdatum, mit einem Stipendium

WANN: Bewerbungsschluss 31. März 2017;  Aufenthalt zwischen dem 15. April 2017 und 31. Januar 2018

WIE: Online-Bewerbung mit dem CV und Business-Plan

EU-Zuschuss: 530-1.100 EUR pro Monat

Aufenthaltsdauer: 1-3 Monate

 

Die Teilnahme am Austausch wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms „Erasmus for Young Entrepreneurs“ finanziert.

Interessiert? Bewerben Sie sich online mit Ihrem CV und Business Plan bis zum 31. März 2017.

Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen finden Sie unter: http://www.unternehmertum.de/europe