Umweltphysiker beweisen richtigen Riecher: Das Heidelberger Startup Airyx in der Econo

Spätestens seit dem VW-Abgasskandal sind Stickoxid-Emissionen in den Fokus öffentlicher Debatten gerückt. Stickoxide sind sehr giftig und ihre Konzentration in den Städten gesundheitsgefährdend hoch – unter realen Bedingungen ließen sie sich bislang aber nur schwer messen. Heidelberger Forscher haben eine Lösung für das Problem entwickelt. Heute sind sie das Startup Airyx.

Den vollständigen Artikel können Sie mit freundlicher Genehmigung der Econo hier nachlesen: Econo Umweltphysiker-min

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Therapien gegen HIV und Netzhautdegeneration sowie Bio-LEDs: Die Gewinner des zehnten Innovationspreises der BioRegionen stehen fest!

Der Arbeitskreis der deutschen BioRegionen verleiht auf den Deutschen Biotechnologietagen in Hannover zum zehnten Mal den Innovationspreis. Die drei prämierten Erfindungen eröffnen neue Konzepte zur Therapie von HIV-Infektionen, zur Behandlung von Netzhauterkrankungen und zeigen auf, wie Proteine die Herstellung von LEDs effizienter und umweltfreundlicher machen.

 

Die Preisträger 2017 sind:

  • Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: Ihnen ist es gelungen, weiß leuchtende Bio-LEDs herzustellen, die sich auch in Serie preiswert und umweltfreundlich produzieren lassen
  • Wissenschaftler der Universität Tübingen: Sie haben in einem Forschungsprojekt Medikamente zur Behandlung seltener Netzhauterkrankungen entwickelt
  • Forscher des Heinrich-Pette-Instituts Hamburg: Sie haben einen vielversprechenden Ansatz zur Heilung von Aids entwickelt. Dabei wird die die HIV-DNA vollständig aus der infizierten Immunzelle im menschlichen Körper entfernt.

Die Jury hat die drei Projekte aus insgesamt 28 Wettbewerbsbeiträgen ausgewählt. Sie zeichnen sich neben einer besonderen erfinderischen Qualität durch ein hohes wirtschaftliches Potenzial aus. Die drei mit insgesamt 6.000 Euro dotierten Preise sollen den Transfer von Wissen, neuen Technologien und Erfindungen aus der Forschung in die unternehmerische Verwertung fördern. Aufgabe des Wettbewerbs ist es außerdem, der Öffentlichkeit die Ergebnisse hervorragender Forschung mit Wirtschaftspotenzial in Deutschland wie auch die praktische Nutzung der Biotechnologie näher zu bringen.

Der Preis wird an Erfinder mit herausragenden, innovativen Ideen im Bereich der modernen Biotechnologie verliehen. Er soll aus Ideen echte Innovationen machen und würdigt zugleich die Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft. Der Wettbewerb richtet sich an Inhaber oder Anwärter von Patenten aus universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Die Preisverleihung findet im Rahmen der Deutschen Biotechnologietage am 5. April in Hannover statt (www.biotechnologietage.de/). Laudator ist Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Die drei Sieger erwartet ein mit jeweils 2.000 Euro dotierter Preis.

Der Innovationspreis 2017 wird unterstützt durch das Fachjournal BioSpektrum, die High-Tech Gründerfonds Management GmbH sowie durch die Kanzlei Dehmel & Bettenhausen. Infos unter: www.biodeutschland.org/innovationspreis.html

Die BioRegionen Deutschlands sind die 31 regionalen Initiativen zur Förderung der wirtschaftlichen Nutzung moderner Biotechnologien in Deutschland. Der Arbeitskreis der BioRegionen (AK-BioRegio) ist das zentrale Netzwerk regionaler Initiativen. Jährlich prämiert der Arbeitskreis die drei innovativsten (patentierten) Forschungsideen der Lebenswissenschaften mit exzellenten Marktchancen mit dem „Innovationspreis“. Der Arbeitskreis der BioRegionen in Deutschland fördert damit anwendungsorientierte Ideen mit starkem Umsetzungspotential. Mit dem Innovationspreis wollen wir die Nachhaltigkeit von Ideen und eine verstärkte Orientierung der Life Sciences am Technologietransfer anerkennen und unterstreichen.

In diesem Jahr wird der Wettbewerb um den Innovationspreis bereits zum zehnten Mal ausgerichtet. Die Einreichungen erfolgten über die lokale BioRegionen-Initiative, die zentrale Koordination hat in diesem Jahr Hessen Trade & Invest GmbH, die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Landes Hessen, übernommen.

 

Die prämierten Projekte:

Mireca Medicines – Neue Medikamente zur Behandlung seltener Netzhauterkrankungen (Prof. Dr. François Paquet-Durand, Universität Tübingen, Forschungsinstitut für Augenheilkunde)

Erbliche Netzhautdegeneration gehört zu den seltenen, bis heute nicht behandelbaren Erkrankungen des Auges, die bis zur völligen Blindheit führen. Die Schwierigkeiten bei der Therapieentwicklung liegen in der Vielzahl von verursachenden Gendefekten die zu einer Überaktivierung der cGMP-Signalkaskade führen, sowie in der Überwindung der Blutretinaschranke. Die patentierte Substanzformulierung adressiert beides und zeigt in der Prä-Klinik den Erhalt der Netzhautstruktur und Funktion.

Mireca Medicines setzt eine EU-geförderte Zusammenarbeit zwischen akademischen und Industriepartnern fort, mit dem Ziel Medikamente für Netzhaut- und verwandte Neurodegenerationen zu entwickeln. Der erlangte europäische „Orphan Drug Designation“ (ODD) Status vereinfacht die klinische Prüfung und sichert für 10 Jahre einen exklusiven Marktzugang (ab Markteintritt). Ein Produktionsprozess in GMP Qualität und ein klinischer Entwicklungsplan liegen vor. Die erste Finanzierungsrunde ist begonnen.

Heinrich-Pette-Institut, Hamburg/Provirex – Innovative Methode zur Entfernung der HIV-DNA aus dem Genom infizierter Immunzellen. (PD Dr. Jan Chemnitz, Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für experimentelle Virologie)

HIV/AIDS ist nach wie vor eine der schlimmsten Seuchen unserer Zeit. In den meisten Fällen ist die Erkrankung zwar mit antiretroviralen Medikamenten beherrschbar, eine Heilung ist aber damit nicht möglich. Dies beruht letztlich auf der stabilen Integration der HIV-Gene, der sogenannten proviralen DNA, in das Erbgut der Immunzellen des infizierten Wirtsorganismus. Durch molekulare Evolution konnte ein Enzym (Brec1) generiert werden, das die integrierte HIV provirale DNA erkennt und aus dem Genom der infizierten menschlichen Wirtszelle wieder hochspezifisch und nebenwirkungsfrei entfernt, die Infektion auf zellulärer Ebene also wieder rückgängig macht. Im Tiermodell führte der Einsatz dieses Enzyms bereits zu einer signifikanten antiviralen Aktivität. Die Brec1 Rekombinase erkennt hierbei über 94% aller vorherrschenden klinisch beschriebenen HIV Sequenzen und ist somit als Komponente neuartiger kurativer HIV-Heilverfahren breit einsetzbar.

Bio-LEDs mit Leuchtproteinen (Dr. Uwe Sonnewald, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)

LEDs gelten als Leuchtmittel der Zukunft: Sie sind bis zu 80 Prozent energieeffizienter als Glühbirnen und halten circa fünf Mal so lang wie Energiesparlampen. Berücksichtigt man außerdem, dass in Privathaushalten im Schnitt mehr als 20 Prozent der Energie für die Beleuchtung verbraucht wird, könnte die weltweite Umstellung auf Leuchtdioden einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz liefern.

Jedoch ist die Herstellung dieser Dioden teuer und aufwändig, denn marktübliche LEDs geben in der Regel blaues Licht ab. Damit sie weiß leuchten, werden sie mit Konversionsfarbstoffen beschichtet, die aus seltenen Erden gewonnen werden.

Wissenschaftlern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ist es jetzt gelungen, weiß leuchtende Bio-LEDs herzustellen, die sich auch in Serie preiswert und umweltfreundlich produzieren lassen. Hierbei werden fluoreszierende Proteine in ein gummiartiges Material eingebettet und auf eine LED aufgebracht. Durch die Kombination unterschiedlicher Leuchtproteine konnten die FAU-Forscher erstmals Weißlicht-LEDs auf Proteinbasis herstellen. Diese Beschichtung eignet sich auch für die Herstellung von Leuchtdisplays.

 

Über den Arbeitskreis der BioRegionen:

Der Arbeitskreis der BioRegionen in Deutschland (AK BioRegio) ist ein Zusammenschluss lokaler Organisationen aller Bundesländer, die im Bereich Biotechnologie aktiv sind und die innovative Branche in den jeweiligen Regionen fördern. Seit der Gründung im Jahr 2004 konnten mittlerweile 31 Mitglieder gewonnen werden. Ziel des Arbeitskreises ist es, die regionalen Aktivitäten der einzelnen Organisationen im Interesse der deutschen Biotechnologie zu optimieren und zu koordinieren. Neben den klassischen Themen wie Finanzierung, Gründung und Ausbildung befasst sich der AK BioRegio mit dem Technologietransfer und der Öffentlichkeitsarbeit. Seit Januar 2009 ist der AK BioRegio Mitglied der BIO Deutschland e.V. und hat seine Geschäftsstelle dort.
Sprecher des AK BioRegio ist Dr. Klaus Eichenberg (BioRegio STERN), die stellvertretenden Sprecher sind Dr. Heinrich Cuypers (BioCon Valley) und Dr. Hinrich Habeck (Life Science Nord Management GmbH).

 

Ansprechpartner Innovationspreis 2017:

Dr. Detlef Terzenbach
Hessen Trade & Invest GmbH
Konradinerallee 9
65189 Wiesbaden, Germany
Tel: 0611 95017 8613
Mobil: 0151 1263 5931
E-Mail: detlef.terzenbach@htai.de
Web: www.htai.de

Innovationspreis 2017 der BioRegionen in Deutschland

Der Arbeitskreis der BioRegionen in Deutschland bietet erneut exzellenter und vielfältiger Biotechnologie-Forschung eine Plattform und zeichnet zukunftsweisende Ideen mit dem Innovationspreis 2017 aus.

Traditionell werden anwendungsorientierte Ideen mit hohem Innovations- und Transformationspotenzial aus dem Bereich der Life Sciences gesucht.
Bewerben können sich

  • Inhaber eines Patents aus universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen (Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler)
  • Juristische Personen des öffentlichen Rechts,die Inhaber eines Patents sind (zum Beispiel Universitäten, Patentverwertungsagenturen, Fachhochschulen, etc.)
  • Teilnehmen dürfen Personen und Gruppen, die zum Zeitpunkt der Einreichung noch kein Life Science-Unternehmen gegründet haben („in Gründung“ ist gestattet)

Die Patente müssen in den Bereich der modernen Biotechnologie oder der Medizintechnik mit Bezug zur Biotechnologie passen.

Die drei Sieger erwartet ein mit jeweils € 2.000 dotierter Preis. Darüber hinaus bieten wir besondere Aufmerksamkeit auf den Deutschen Biotechnologie tagen 2017 in Hannover sowie eine professionelle Berichterstattung in der Presse. Zur Verleihung des Innovationspreises der BioRegionen in Deutschland laden wir die drei Gewinner nach Hannover ein.

Im Rahmen der Deutschen Biotechnologietage in Hannover am 5. und 6. April 2017 werden die Preisträger und ihre Erfindungen offiziell vorgestellt.

Der Innovationspreis 2017 der BioRegionen in Deutschland ist eine Initiative des Arbeitskreises der BioRegionen in Deutschland.

Bewerbungsschluss ist der 17.2.2017

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Wir gratulieren: André Domin gewinnt Wahl ins International Board of Directors des IASP

Der Vorstandsvorsitzende des Heidelberg Startup Partners e.V., Dr. André Domin, wurde bei der diesjährigen Konferenz der International Association of Science Parks and Areas of Innovation (IASP), die diese Woche in Moskau stattfand, ins International Board of Directors gewählt. Mit seinem Engagement unterstreicht er die zunehmende Relevanz internationaler Zusammenarbeit in der Startup-Unterstützung.

Wir gratulieren!


Vollständige Pressemeldung:

International Association of Science Parks and Areas of Innovation (IASP) 33rd IASP World Conference and new International Board

Skolkovo Technopark with MSU Technopark and Technopark Strogino, with the support of Moscow City Government, recently hosted the 33rd IASP World Conference in Moscow, Russia on September 19th -22nd 2016. With the theme of “The Global Mind – linking innovation communities for internationalization, sustainability and growth,” this conference deepens our understanding of how Science Parks and other Areas of Innovation can use the Global Mind —setting common goals and strengthening connectivity— for the benefit of their innovation communities (businesses, entrepreneurs, researchers and technicians) as well as for their cities and regions.

Science parks and other areas of innovation are environments where the Global Mind can flourish and develop naturally. They provide space, facilities and services especially tailored for these kinds of communities and they offer a unique way to think, connect and interact. This collaborative nature stems from strong local roots, but also provides privileged access to international networks, markets and partnerships. Dynamic links among STPs and AOIs from all over the world are essential to make the most of this international dimension. This local/global duality is one of the constitutive features of STPs and AIs.

Held in three different venues – Skolkovo Technopark, the World Trade Center and MSU Science Park, it showcased the flourishing science park and area of innovation community in Moscow, fast becoming one of the biggest tech hubs in Europe. It is the first time an IASP World Conference has taken place in Russia, recognising its growing role in the international innovation community.

The IASP World Conference is a knowledge community in action, a global gathering of 58 speakers and over 1000 delegates, including leading government, business and innovation figures from 45 countries. The past few days have demonstrated just what can be achieved when innovators and innovation managers from across the world collaborate.

Russian Prime Minster Dmitry Medvedev addressed the event’s Opening Day, praising the progress of the Skolkovo project and recognising the great value of IASP as a global network for supporting internationalisation and innovation. Deputy Prime Minister Arkady Dvorkovich also visited IASP Moscow, holding a round table event with key experts from science parks and areas of innovation around the world including IASP President Jean-François Balducchi and European Division President Jari Lauronen.

Open Innovation Marketplace

Alongside the scientific programme, 50 entrepreneurs and representatives from hi tech innovative startups based in science parks across the world presented solutions for the city of Moscow and major Russian corporations, focusing on the Smart City sectors of:

• eHealth

• Cleantech

• Industry

• Smart Society

• Technology

• Governance

• Energy

• Mobility

• Sustainable City

50 selected solutions had the opportunity to pitch their projects directly to Moscow City Government and the corporations, with 10 finalists meeting directly with potential investors.

Robotics & VR exhibition

A robotics and Virtual Reality exhibition was held alongside the World Conference at the International Trade Center on September 20th, it saw a range of cutting edge robotics companies showcase their products to science park representatives from all over the world, from 70 countries all over the world. Growing startups and SMEs found new markets and business niches and established business relations with investors and heads of major corporations.

IASP Executive Board

The IASP General Assembly was held on September 22nd, during which the election of a new President and Board was ratified.

Outgoing IASP President Jean-François Balducchi, Managing Director of Atlanpole, Nantes, France, handed over the Presidency to his successor, Josep Piqué, Executive President of La Salle Technova, Spain. Mr Balducchi began his term in 2014 at the IASP World Conference in Doha, Qatar, and led the Opening Ceremony at IASP Moscow, officiated at the General Assembly, and welcomed new IASP members during the ‘Winter Symphony’ Gala Dinner before formally handing his presidential medal to Mr Piqué during the Closing Ceremony on September 22.

Mr Piqué already has a long history with IASP, and begins his term as President following two years as Vice President.

Paul Krutko, CEO of Ann Arbor SPARK, USA, also joins the Executive Board as Vice President of IASP. Mr. Krutko is also the current President of the IASP North American Division.

Hauwa Yabani, Managing Director of Abuja Technology Village, Nigeria, and previously a member of the International Board of Directors, was also ratified as Treasurer of IASP. She takes over from outgoing Treasurer McLean Sibanda, CEO of The Innovation Hub, South Africa.

IASP International Board of Directors

New members of the International Board of Directors were also elected during the IASP General Assembly. The new Directors are:

  • Fernando Amestoy – Pando Science and Technology Park, Uruguay
  • Alexander Chernov – Skolkovo Technopark, Russia
  • André Domin – Technologiepark Heidelberg GmbH, Germany
  • Caroline Drabe – Västerås Science Park AB, Sweden
  • Jaime Parada – PIIT Parque de Investigación e Innovación Tecnológica, Mexico
  • Mozghan Yazdianpour – Isfahan Science and Technology Park, Iran

 

Photo, left to right:

Jaime Parada, André Domin, Jari Lauronen, Pierre Belanger, Mostafa Karimian Eghbal, Mozghan Yazdianpour, Luis Sanz, Jean-François Balducchi, Hauwa Yabani, Josep Piqué, Paul Krutko, Caroline Drabe.

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Chirurgen-Ausbildung mit der Spielkonsole

80 Teilnehmer aus IT, Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft arbeiteten beim „Life Science meets IT Hackathon“ vom 20. bis 22. Mai 2016 gemeinsam an gesundheitsbezogenen Herausforderungen. Die Heidelberger Marsilius-Arkaden wurden für 54 Stunden zum interdisziplinären Entwicklungszentrum. Ministerin Theresia Bauer lobte den engagierten Umgang mit den Herausforderungen der Digitalisierung.
Heidelberg. Eine BWL-Studentin mit Datenbrille an einem Tisch mit 3D-Druckern; daneben ein Chirurg an einem Endoskop umringt von Notebooks, Kabeln und dem hektischen Treiben eines Entwicklerteams. Eines von vielen ungewöhnlichen Bildern, das sich den Gästen des „Life Science meets IT Hackathon“ am vergangenen Wochenende bot. Das gemeinsame Ziel: Innerhalb von 54 Stunden technische Lösungen für medizinische Fragestellungen zu entwickeln.
„Die heutigen Herausforderungen benötigen neue Formen der Zusammenarbeit und neue Maßnahmen, um Ideen voranzubringen“, erklärte Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg. „Das Land setzt sich für die Möglichkeiten der Digitalisierung ein. Dieser Hackathon bot hierzu den perfekten Rahmen.“ Die Ministerin hatte es sich nicht nehmen lassen, die Abschlussfeier mit allen Teilnehmern sowie Gästen aus Politik und Wirtschaft zu eröffnen.
Bei einem Hackathon – einem Kunstwort aus Hacking und Marathon – geht es darum, innerhalb kürzester Zeit Prototypen und passende Geschäftsmodelle zu entwickeln. Es wird viel programmiert und wenig geschlafen. Insgesamt 13 Teams stellten sich den gesundheitsbezogenen Herausforderungen. Eines der Gewinnerteams entwickelte etwa ein Lernsystem für angehende Chirurgen mit Teilen einer Spielkonsole. Die Bewegungen des Operateurs werden digitalisiert und mit Bildmaterial echter Operationen verknüpft. So könnten bereits in naher Zukunft realistische Übungsbedingungen für endoskopische Eingriffe geschaffen werden.
Organisiert wurde der Hackathon gemeinsam von German EIT Health, den Heidelberg Startup Partners, der Universität Heidelberg und Hackerstolz. Die Veranstalter zeigten sich zufrieden: „Aus unserer Sicht war der Hackathon ein voller Erfolg. Der Spirit dieses Hackathons ist hochmotivierend. Ein ungebremster Enthusiasmus von jungen Talenten, die innerhalb von nur zwei Tagen Prototypen für Gesundheitslösungen entwickeln.“ meinte Armin Pscherer, Geschäftsführer der German EIT Health GmbH.
Den geeigneten Rahmen für das kreative Wochenende boten die von der Universität Heidelberg zur Verfügung gestellten Marsilius-Arkaden. Thomas Rausch, Direktor des Marsilius-Kollegs, betonte in seinem Grußwort das Innovationspotenzial von Universität und Klinikum bei Fragestellungen eines gesunden Lebensstils und aktiven Alterns. Die offene Architektur und die unmittelbare Nähe zur Chirurgie taten ein Übriges, um den Gedankenaustausch zu bisher ungelösten Problemen zu fördern und die konkrete Entwicklung und Erprobung von möglichen Produkten und Dienstleistungen zu ermöglichen. Erfolgsversprechende Konzepte sollen dann als Grundstein für Unternehmensgründungen dienen.
„Heidelberg ist ein idealer Standort, um Lebenswissenschaften und Informationstechnologie miteinander zu verknüpfen“, erläutert Thomas Prexl, Geschäftsführer der Heidelberg Startup Partners und Leiter des Gründerbüros im Technologiepark. „Hier sind nicht nur exzellente Forschungseinrichtungen ansässig, sondern in unmittelbarer Umgebung auch wichtige Softwareunternehmen wie die SAP, die sich mit dem Thema Gesundheit intensiv befassen. Ein guter Mix für Innovation.“
80 Teilnehmer, sogar aus dem europäischen Ausland und den USA, waren angereist, um sich intensiv mit gesundheitsrelevanten Fragen auseinanderzusetzen: Wie lässt sich die Kommunikation zwischen Arzt und Patient durch IT verbessern? Welche digitalen Lösungen können Demenz frühzeitig erkennen? Mit welchen technischen Mitteln kann man den Aufenthalt und die Behandlung im Krankenhaus für Patienten angenehmer und gleichzeitig effizienter gestalten?
Eine sechsköpfige Jury mit Vertretern aus Wissenschaft, Gesundheits- und IT-Branche und Investoren prämierte die drei überzeugendsten Teams in den Kategorien „beste technische Lösung“, „beste Geschäftsidee“ und „patientenorientierteste Lösung“. Zusätzlich wurde ein Publikumspreis vergeben. Die Gewinner-Teams durften sich über ein Startgeld von jeweils 10.000 Euro freuen, um ein Unternehmen zu gründen. Die Gewinner des Publikumspreises dürfen zudem beim German EIT Health Business Plan Contest teilnehmen.
Finanziell wurde die Veranstaltung durch die Sponsoren Merck, SAP und den Technologiepark Heidelberg unterstützt. Aber auch bisher ungelöste medizinische Probleme, Material und Geräte waren ein wertvoller Beitrag. So identifizierten Unternehmen wie Janssen oder Microsoft aktuelle gesundheitsbezogene Fragen die es zu „hacken“ galt. Roche gewährte Zugang zu seinen 3D-Druck-Einrichtungen. Dabei standen den Teilnehmern verschiedene Experten beratend zur Seite.

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Weitere Informationen zur Veranstaltung:

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Heidelberger Startup Bürgerwerke eG gewinnt Genossenschaftspreis 2015

Die Bürgerwerke eG wird mit dem Genossenschaftspreis des baden-württembergischen Genossenschaftsverbandes ausgezeichnet. In der Kategorie „Ökologisches Handeln“ konnte der Verbund von über 8.000 Bürgern die Jury überzeugen.

Stuttgart, 30.09.2015. Die Bürgerwerke eG ist während des Zukunftsforums im GENO-Haus Stuttgart mit dem Genossenschaftspreis 2015 in der Kategorie „Ökologisches Handeln“ geehrt worden. Die Preisträger gelten als Impulsgeber in ihrer jeweiligen Kategorie. Felix Schäfer, Vorstand der Bürgerwerke, freut sich sehr über die Auszeichnung: „Der Preis bestätigt unsere Anstrengungen. Die Bürgerwerke möchten die Energieversorgung demokratischer und transparenter machen, indem Bürger sich selbst mit Energie aus eigenen, regionalen Erneuerbaren-Energien-Anlagen versorgen.“

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sprach als Schirmherr des Baden-Württembergischen Jahrs der Genossenschaften in seiner Rede über die wichtige Rolle von Genossenschaften bei der Umsetzung der Jahrhundertaufgabe Energiewende. „Genossenschaften verkörpern ein Wirtschaftsmodell der sozialen und ökologischen Verantwortung und können durch das in sie gesetzte Vertrauen die Kräfte der Gesellschaft mobilisieren. Nur mit Beteiligung der Bürgergesellschaft ist die Energiewende zu stemmen“, so Kretschmann.

„Herauszustellen ist, dass die Bürgerwerke mit ihren 38 Energiegenossenschaften über 8.000 Bürger vertreten, die ihre Energieversorgung selbst in die Hand nehmen und so die Energiewende „von unten“ entscheidend voranbringen“, zeigt sich Harald Alber, Jury-Mitglied und Pate des Projekts, begeistert. Die Erlöse aus dem Stromverkauf gehen an die Energiegenossenschaften vor Ort, sodass diese die regionale Energiewende voranbringen können. Durch die gemeinsame Stromlieferung im Verbund der Bürgerwerke werden die Energiegenossenschaften unabhängiger von politischen Rahmenbedingungen und können weiter erneuerbare Erzeugungsanlagen realisieren. „Durch die Bündelung vieler einzelner Genossenschaften wird der Genossenschaftsgedanke konsequent umgesetzt“, so Alber.

Der Strom der Bürgerwerke, der an Haushalts- und Gewerbekunden in ganz Deutschland geliefert wird, stammt zu 100 Prozent aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen. Ein Zehntel liefern Bürgerwind- und Bürgersolarkraftwerke der Energiegenossenschaften, der Rest wird aus einem Wasserkraftwerk in Bayern bezogen. Alle Erzeugungsanlagen werden auf der Internetseite der Bürgerwerke vorgestellt, sodass die Kunden genau wissen, wo ihr Strom herkommt.

Der baden-württembergische Genossenschaftsverband hatte den Genossenschaftspreis Anfang 2015 gemeinsam mit Unternehmen der genossenschaftlichen Finanzgruppe in den Kategorien „Mitgliederbindung/-förderung“, „Soziale Verantwortung“ und „Ökologisches Handel“ ausgelobt. Bewerben konnten sich alle Genossenschaften mit Sitz in Baden-Württemberg. Der Wettbewerb soll zeigen, dass Genossenschaften sich als zukunftsorientierte, nachhaltig wirtschaftende Unternehmen positionieren und dadurch Mitglieder, Mitarbeiter, Kunden und die Gesamtgesellschaft fördern.

Die Bürgerwerke sind der größte Zusammenschluss von Energiegenossenschaften in Deutschland, die gemeinsam die Energiewende voranbringen. In diesem Verbund liefern sie bundesweit Strom aus 100% Erneuerbaren Energien: rund 10% stammen aus Bürgersolar- und Bürgerwindanlagen, 90% aus deutscher Wasserkraft. Die Bürgerwerke verfolgen das Ziel einer erneuerbaren, regionalen und unabhängigen Energieversorgung in Bürgerhand.

Heidelberg Startup Partners e.V. gegründet

Heidelberg, 03. Februar 2015. Gemeinsame Initiative zur Förderung technologischer und wissensbasierter Unternehmensgründungen ist nun eingetragener Verein. Neue rechtliche Struktur schafft Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der Unterstützungstätigkeit.

Netzwerkveranstaltungen für gründungsinteressierte Studierende und Wissenschaftler, Seminare zu unternehmerischem Denken und Handeln oder die tatkräftige Unterstützung bei der Suche nach Risikofinanzierung: Das Förderangebot, das Studierenden und Wissenschaftlern bei der Unternehmensgründung zur Verfügung steht ist beachtlich. Diese Aktivitäten noch stärker auszubauen ist das Anliegen der „Heidelberg Startup Partners„, die es sich zum Ziel gemacht haben, die Anzahl erfolgreicher Gründungen in Heidelberg zu erhöhen und dabei insbesondere den Wissens- und Technologietransfer aus den Forschungs- und Bildungseinrichtungen zu fördern.

Nun haben die Akteure der Heidelberg Startup Partners, die bisher als engagierte Interessengemeinschaft ohne rechtliche Struktur zusammen arbeiteten, die Gründung eines eingetragenen Vereins beschlossen. Nach der Einrichtung eines gemeinsamen Gründerbüros Anfang des Jahres 2013 im Technologiepark Neuenheimer Feld sei dies ein weiterer wichtiger Schritt um Heidelbergs Attraktivität als Gründungsstandort zu erhöhen.

„Die Aktivitäten der Heidelberg Startup Partners sind in den vergangenen zwei Jahren systematisch ausgebaut worden. Wir haben ein Portfolio geschaffen, das eine solide rechtliche Basis und Institutionalisierung des gemeinsamen Vorgehens unumgänglich gemacht hat.“ erklärt Dr. André Domin, Geschäftsführer der Technologiepark Heidelberg GmbH und frisch gewählter Erster Vorsitzender des neuen Vereins. „Die Gründung des Heidelberg Startup Partners e. V. bekräftigt nochmals den erklärten Willen aller Partner, technologische und wissensbasierte Unternehmensgründungen aktiv zu fördern. Der Verein als rechtsfähiger Zusammenschluss erlaubt es uns nun, die geschaffenen Strukturen zu festigen und auszubauen.“

Mitglieder des Heidelberg Startup Partners e. V. sind, neben der Technologiepark Heidelberg GmbH, das Deutsche Krebsforschungszentrum, die EMBL-EM GmbH für das European Molecular Biology Laboratory, die InnovationLab GmbH, die Pädagogische Hochschule Heidelberg, die SRH Hochschule Heidelberg gGmbH, die technology transfer heidelberg GmbH sowie die Universität Heidelberg.

Neben regelmäßigen Veranstaltungs- und Beratungsangeboten haben die Heidelberg Startup Partners zuletzt ein vom Land Baden-Württemberg unterstütztes „Life Science Business Development Program“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Partnern aus der Region werden derzeit elf Gründungsteams mit biotechnologischem oder medizintechnologischem Hintergrund in einem Akzelerator-Programm insbesondere bei den betriebswirtschaftlichen Herausforderungen ihrer Gründungsvorhaben unterstützt.

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Bewilligt: Life Science Business Development Program Metropolregion Rhein-Neckar

Nun liegt die Bewilligung auch schriftlich vor: Am 3. Juli übergab Dr. Nils Schmid, stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, den Bewilligungsbescheid des Landes für das Life Science Business Development Program Metropolregion Rhein-Neckar im Rahmen der Veranstaltung „30 Jahre Technologiepark Heidelberg“. „Das Wirtschaftsministerium fördert das gemeinsame Projekt der Heidelberger Startup Partners und des Mannheimer Gründerverbunds MAFINEX mit rund 150.000 € für zunächst 15 Monate“, erklärt Schmid bei der Übergabe im Technologiepark. „Mit Blick auf die Projektpartner bin ich sehr zuversichtlich, dass wir hiermit den Grundstein für ein echtes Leuchtturmprojekt zur nachhaltigen Förderung von Life Science-Startups gelegt haben.“ Ziel des Programms ist, Hightech-Gründungen aus dem Life Science-Bereich systematisch mit betriebswirtschaftlichem und branchenspezifischem Knowhow auszustatten und sie in entsprechende Netzwerke einzubinden.

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Technologiepark-Geschäftsführer Dr. André Domin nimmt Bewilligungsbescheid des Landes Baden-Württemberg stellvertretend für die Heidelberg Startup Partners und den MAFINEX Gründerverbund von Minister Dr. Nils Schmid entgegen. (Foto: Sabine Arndt, enjoyyourfamily.de)

„Wir freuen uns sehr, dass in Mannheim mit dem Life Science Business Development Program Metropolregion Rhein-Neckar ein weiterer Baustein zur Förderung von Existenzgründungen zur Verfügung steht“, sagt Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch. „Gerade für Gründungen aus der Medizintechnologie, ein Bereich, den die Stadt Mannheim in ihrer wirtschaftspolitischen Strategie fest verankert hat, ist die Unterstützung mit betriebswirtschaftlicher und fachlicher Expertise wichtig für ihren unternehmerischen Erfolg.“

„Für den Erfolg von Life Science Startups ist es sehr wichtig, die Gründungsteams sowohl mit erfahrenen Entrepreneuren als auch mit der Industrie zu vernetzen“, ergänzt Dr. André Domin, der als Geschäftsführer des Technologiepark Heidelbergs den Bewilligungsbescheid stellvertretend für alle beteiligte Institutionen entgegen nehmen durfte. „Diese Erkenntnis aus 30 Jahren Technologiepark betrachten wir als weiteren zentralen Aspekt der Wertschöpfung innerhalb des gemeinsamen Programms.“

11 Existenzgründungen, Start-ups und junge Unternehmen wurden bereits für das Life Science Business Development Program Metropolregion Rhein-Neckar (LSBDP) ausgewählt. Es ermöglicht ihnen, ihre Life Science Gründung zu professionalisieren und zu beschleunigen. Die überwiegend aus dem naturwissenschaftlich-ingenieurwissenschaftlich-medizinischen Bereich stammenden Gründerinnen und Gründer können in einem intensiven Schulungs- und Coaching-Programm ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse erweitern. Dazu nehmen sie zunächst an einem BWL-Qualifizierungsprogramm teil und erhalten ein individuelles Mentoring durch ausgewiesene Experten, u.a. des Medizintechnologie-Clusters und der Wirtschaftsförderung Mannheim. Das Netzwerk der Heidelberg Startup Partners ermöglicht es darüber hinaus, die Expertise renommierter Forschungseinrichten wie das Deutsche Krebsforschungszentrum, das European Molecular Biology Lab und die medizinischen Fakultäten der Universität Heidelberg einzubinden. Die Universität Mannheim mit dem MCEI bringt die betriebswirtschaftliche Expertise ein und begleitet beim Aufbau des Geschäftsplans. Nach dem Abschluss des Programms können die Gründerinnen und Gründer ausgewählten Investoren ihre Geschäftsidee mit einem Business Plan präsentieren und so versuchen, sich eine Finanzierung zu sichern.

Das Life Science Business Development Program Metropolregion Rhein-Neckar wird gemeinschaftlich vom MAFINEX Gründerverbund, vom Mannheim Center for Entrepreneurship and Innovation (MCEI) der Universität Mannheim, den Heidelberg Startup Partners sowie vom Technologiepark Heidelberg getragen und vom Land Baden-Württemberg finanziell gefördert.

EMBL Team gewinnt Innovationspreis der MRN

Wir gratulieren dem EMBL Team um Edward Lemke & Carsten Schultz vom Projekt „ProTag“ zum Gewinn des Innovationspreises 2013 der Metropolregion Rhein-Necker. Dieser Preis zielt insbesondere darauf ab, technische bzw. wissenschaftliche Neuerungen in marktfähige Produkte zu überführen und wird seit 2001 für herausragende Forschungsleistungen, die sich klar vom gegenwärtigen Stand der Forschung und Technik abgrenzen, vergeben.

Das Konzept „ProTag“ verbindet ausgereifte biotechnologische Verfahren mit den Ergebnissen jahrzehntelanger chemischer Forschung zu einer Innovation, die eine gezielte und hochspezifische Veränderung von Proteinen erlaubt: Wie beim Bau mit Lego-Steinen gibt es chemische Reaktionen, bei denen zwei Teile nahezu automatisch aneinander klicken, wenn sie sich begegnen (sog. Klickreaktion). Diese chemische Funktion kommt jedoch in der Natur nicht vor. „ProTag“ ermöglicht es erstmals, Klickreaktionen seitenspezifisch an Proteinen im Reagenzglas und in Zellen durchzuführen. Hierdurch können nun beliebige Veränderungen in Proteine eingebaut werden, um deren Eigenschaften gezielt zu beeinflussen.

Weiter Informationen finden Sie auf den Seiten der MRN.