Bekanntgabe des neuen Förderprogramms „KMU-NetC“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat den Start seiner neuen Fördermaßnahme „KMU-NetC“ bekannt gegeben. Diese Fördermaßnahme beinhaltet die Fördersumme von max. 2 Mio. Euro und einer Laufzeit von max. 3 Jahren. Durch KMU-NetC sollen die innovativen F&E-Verbundvorhaben von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) innerhalb von leistungsstarken Netzwerken und Clustern gefördert werden.

Antragsberechtigt sind demnach KMU’s, die einschließlich verbundener Unternehmen nach EU-Definition weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro aufweisen, sowie mittelständische Unternehmen (KMU im weiteren Sinne) mit bis zu 1000 Mitarbeitern und einen Jahresumsatz von maximal 100 Millionen Euro mit Sitz in Deutschland.Im Rahmen von Verbundprojekten sind auch Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, die nicht die KMU-Kriterien erfüllen, und sonstige Organisationen antragsberechtigt, wenn sie einen sinnvollen Beitrag im Rahmen der Projektverbünde nachweisen können.

Eine 15-seitige Projektskizze muss bis 31. März 2017 bei BioRN eingereicht werden. Diese wird von unseren unabhängigen Gremien bewertet und schließlich die zwei besten Anträge bis zum 30. April 2017 von BioRN beim Projektträger eingereicht und durch das BMBF bewertet. Bei einer positiven Bewertung der Projektskizze muss jeder  Verbundpartner einen eigenen förmlichen Antrag bis 31. August 2017 einreichen.

Weitere Informationen finden Sie unter den folgenden Links:

Die Infobroschüre gibt es hier.

Die Richtlinien zum Antrag gibt es hier.

Informationen zur Projektskizze sind hier zusammengefasst.

Killerzellen des Immunsystems überraschen mit potentem Gift gegen Tumoren

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg entdeckten möglichen neuen Wirkstoff gegen Krebs / Auszeichnung mit dem Novartis-Preis der Deutschen Gesellschaft für Pathologie / Erstmals in Nature Communications beschrieben: Protein aus Immunzellen legt Energieversorgung in Tumorzellen lahm

Dr. Georg Gdynia vom Pathologischen Institut am Universitätsklinikum Heidelberg entdeckte mit seinem Team in Immunzellen ein Protein, das sich in besonderer Weise als neuer Wirkstoff zur Krebsbekämpfung eignen könnte. Dafür ist er von der Deutschen Gesellschaft für Pathologie (DGP) bei ihrer 100. Jahrestagung in Berlin am 19. Mai 2016 mit dem Novartis-Preis ausgezeichnet worden. Gdynia teilt sich den von der Firma Novartis Oncology gestifteten und mit 10.000 Euro dotierten Preis zu gleichen Teilen mit dem Biochemiker Dr. Jan Pencik von der Medizinischen Universität Wien.

Den potentiellen neuen Wirkstoff fanden die Wissenschaftler um Gdynia und Professor Dr. Wilfried Roth, der jetzt am Universitätsklinikum Mainz tätig ist, in sogenannten Natürlichen Killerzellen. Stoßen diese bei ihren Patrouillen im Körper auf Tumorzellen, injizieren sie ihnen – vorausgesetzt, sie erkennen sie als solche – einen tödlichen Protein-Cocktail. Die Pathologen identifizierten in diesem Giftgemisch das sogenannte High Mobility Group Box 1 (HMGB1)-Protein als höchst effektive, natürliche Waffe gegen Krebs: Es legt einen Mechanismus der Energiegewinnung lahm, der in der Regel von Tumorzellen und nicht von gesunden Körperzellen genutzt wird. Diese Form des „Zellmordes“ durch das Immunsystem war bisher noch nicht bekannt und wurde von der Arbeitsgruppe um Gdynia zusammen mit Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Heidelberg Institute for Theoretical Studies und des Anorganisch-Chemischen Instituts der Universität Heidelberg nun erstmals in der Fachzeitschrift Nature Communications beschrieben.

Die Killerzellen tragen das Proteingemisch, das Tumorzellen innerhalb weniger Minuten tötet, vorrätig in kleinen Bläschen (Granula) in sich. Diese Eigenschaft macht sie zu einem interessanten Objekt der Krebsforschung. Was als natürlicher Mechanismus funktioniert, müsste sich doch in Form neuer Medikamente und Immuntherapien in seiner Wirkkraft noch verstärken lassen, so die Hoffnung der Krebsmediziner. Die Zusammensetzung des Gift-Cocktails ist daher bereits aufgeklärt. „Bisher wurden allerdings nur andere Wirkungen des Proteins HMGB1 beschrieben, z.B. dass es zur Ausreifung und Anlockung anderer Immunzellen beiträgt“, erklärt Gdynia. „erst jetzt hat es sich als potentes Zellgift entpuppt.“

Tumoren im Tierversuch schrumpfen oder sterben teils vollständig ab

Nachdem es den Heidelberger Forschern gelungen war, das Protein aus dem Gemisch herauszufiltern, zeigte sich in Versuchen mit Tumorzellen, dass es deutlich mehr kann als nur die Immunantwort zu verstärken: Es unterbricht einen wichtigen Stoffwechselweg, über den Tumorzellen den Zucker Glucose abbauen und so Energie gewinnen. Sämtliche molekularen Prozesse der Zellen kommen zum Erliegen. Um die Wirkung auf komplette Tumoren zu testen, stellte die Arbeitsgruppe größere Mengen des HMGB1-Proteins her: Sie regten Killerzellen von gesunden Blutspendern zur Freisetzung des Proteins an. In den mit HMGB1 behandelten Mäusen schrumpften angewachsene Dickdarmtumoren oder verschwanden sogar ganz.

„Immuntherapien zielen in der Regel darauf ab, das Immunsystem darin zu unterstützen, die Krebszellen besser zu erkennen und zu bekämpfen. Eine Therapie mit HMGB1 hätte den Vorteil, dass sie zwar die Waffen des Immunsystems nutzt, aber nicht von dessen Funktionsfähigkeit abhängt und trotzdem sehr selektiv gegen Krebszellen wirkt“, so Gdynia. Die Gewinnung des Proteins ist sehr diffizil, denn man muss das richtige erwischen: „Die Wirkung von HMGB1 war bisher so wenig greifbar, weil es unzählige verschiedene Varianten gibt, die sich zwar nur minimal unterscheiden, aber trotzdem andere Aufgaben erfüllen“, so der Pathologe. Nur HMGB1 aus den Granula der Killerzellen kann Tumoren töten, HGBM1 aus dem Kern der Zellen nicht. Auch mit Hilfe von Bakterien erzeugtes menschliches HGBM1 erzielt nicht dieselbe starke Wirkung. Die Arbeitsgruppe meldete das für ihre Forschung entwickelte Verfahren zur Gewinnung des Proteins aus Killerzellen sowie das neue Therapiekonzept zum Patent an. Ziel ist es, eine neue Therapieform für Krebspatienten zu entwickeln.

Inzwischen haben Gdynia und seine Kollegen weitere Forschungsergebnisse im Journal „Molecular &
Cellular Oncology“ veröffentlicht. Darin berichten die Wissenschaftler, dass HGBM1 auch besonders aggressive Krebszellen, die resistent gegen Bestrahlung und Chemotherapien sind, abtöten kann. Diese Tumorzellen sind meist nur schlecht an die Blutversorgung angebunden, benötigen für ihr Überleben kaum Sauerstoff und kommen mit widrigsten Lebensbedingungen zurecht. Derzeit entwickelt die Arbeitsgruppe den weltweit ersten Test, mit dem Onkologen in Zukunft prüfen können, wie hoch der Anteil dieser hochaggressiven Zellen im Tumor eines Patienten ist. Anhand dieser Information kann der Arzt genauer abschätzen, wie wahrscheinlich der Krebs nach einer Operation erneut heranwächst oder auf die gängigen Medikamente anspricht, und frühzeitig eine geeignetere Therapie auswählen. Mit diesem Test, dem sogenannte „Energetic Fingerprinting“ (EnFin), ist, im Rahmen des „eXist-Forschungstransfer“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mit rund 700.000 Euro gefördert, eine Unternehmensgründung für 2017 geplant.

Literatur:
Gdynia G, Sauer SW, Kopitz J, Fuchs D, Duglova K, Ruppert T, Miller M, Pahl J, Cerwenka A, Enders M, Mairbäurl H, Kamiński MM, Penzel R, Zhang C, Fuller JC, Wade RC, Benner A, Chang-Claude J, Brenner H, Hoffmeister M, Zentgraf H,Schirmacher P, Roth W. The HMGB1 protein induces a metabolic type of tumour cell death by blocking aerobic respiration. Nat Commun. 2016 Mar 7;7:10764. doi:10.1038/ncomms10764. PubMed PMID: 26948869; PubMed Central PMCID: PMC4786644.
Adelheid Cerwenka , Jürgen Kopitz , Peter Schirmacher , Wilfried Roth , Georg Gdynia.
HMGB1: the metabolic weapon in the arsenal of NK cells. Molecular & Cellular Oncology. http://dx.doi.org/10.1080/23723556.2016.1175538

Weitere Informationen im Internet:
PM der DGP: www.pathologie-dgp.de/die-dgp/aktuelles/meldung/3-novartis-preis-der-dgp-an-zwei-forscher-aus-heidelberg-und-wien-verliehen/
Pathologisches Institut, Abteilung für Allgemeine Pathologie: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Allgemeines.378.0.html

Kontakt:
Dr. med. Georg Gdynia
Abteilung für Allgemeine Pathologie
Pathologisches Institut des Universitätsklinikums Heidelberg
Leiter EnFin Labor
Kommissarischer Leiter Klinische Kooperationseinheit „Molekulare Tumorpathologie“ mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum
Tel.: 06221 56-36815
E-Mail: georg.gdynia@med.uni-heidelberg.de

Instaffo wird mit 850.000 Euro finanziert

Heidelberg (ots) – Mit einer Gesamtsumme von 850.000 Euro meldet das Heidelberger Startup Instaffo den erfolgreichen Abschluss der ersten Finanzierungsrunde. Damit steht das Unternehmen kurz vor dem Launch einer automatisierten Headhunting-Lösung für anspruchsvolle Jobs und leitende Positionen, bei der ein komplexer Algorithmus die erste Auswahlrunde der Kandidaten übernimmt. Für Unternehmen kostet Instaffo einen Bruchteil der nötigen Aufwendungen für einen Headhunter, und für die wirklichen Top-Bewerber hat sich die aktive und aufwendige Stellensuche erledigt. „Mit Instaffo findet erstmals der Job den Kandidaten, und nicht umgekehrt. Unternehmen sparen massiv Zeit und Geld durch eine automatisierte Vorauswahl der bestgeeigneten Kandidaten. Unser Matching-Algorithmus gleicht Karrierewünsche und Stellenbeschreibung anonymisiert ab“, sagt Daniel Schäfer. Der 29-jährige hat das Unternehmen gemeinsam mit Christoph Zöller gegründet. Zu den Investoren gehört Carsten Erdt, Gründer der Viernheimer Erdt-Gruppe, sowie der Invenio-Gründer Alfred Keschtges. Ergänzt werden die beiden Investoren durch die m:pool Beteiligungen GmbH und Dieter Wolf.

Vollautomatischer Headhunter

Das Angebot richtet sich an ambitionierte Professionals, Experten und Executives, die aktiv oder inaktiv auf der Suche nach ihrem nächsten Karriereschritt sind, aber auch an Unternehmen und deren Wunschkandidatenprofile. Die Plattform führt mittels Matching-Algorithmus die Karriereziele der Kandidaten und die Anforderungen der Unternehmen optimal zusammen. Zunächst spezialisiert sich Instaffo auf die Bereiche IT, Finance und Marketing. „Die besten Kandidaten sind meist in festen Arbeitsverhältnissen und können über herkömmliche Stellenausschreibungen nicht mehr erreicht werden. Umfragen zeigen jedoch, dass diese Kandidaten trotzdem offen für Neues sind, wenn das Angebot ihren beruflichen Zielen entspricht. Unsere Lösung ist ein kompletter Prozess von der Vorauswahl bis zur Interviewvereinbarung, ohne dass dazu ein herkömmlicher Headhunter nötig ist“, erklärt Daniel Schäfer. Instaffo möchte daher auch länderübergreifend arbeiten und zu jeder Zeit an jedem Ort die besten Optionen in Echtzeit bieten. Zu Beginn konzentriert sich das Startup jedoch auf den deutschsprachigen Raum.

Karriere kommt von selbst

„High Potentials haben wenig Zeit – klassische Bewerbungen und eine regelmäßige Stellensuche scheiden daher aus. Wir sind die Augen und Ohren für Experten und Unternehmen. Bei uns finden Kandidaten keine Stellenanzeigen, sondern erhalten entsprechend dem anonymisierten Profil bereits konkrete Vorschläge für ein Interview zu einer Position, die auch den Wünschen an einen nächsten Karriereschritt entspricht“, sagt Gründer Schäfer. Damit räumt Instaffo gründlich auf mit klassischen Personaldienstleistungen und Bewerbungsverfahren, die längst von der Globalisierung und den Ansprüchen von Arbeitgebern wie Arbeitnehmern überholt worden sind. „Wir wollen digitales Recruiting für eine langfristige und nachhaltige Zukunft bieten. Daher lernt unser Algorithmus auch laufend mit, um noch besser den Ansprüchen beider Seiten zu genügen“, erklärt Schäfer.

Instaffo (www.instaffo.com) ist ein vollautomatischer Headhunter im Internet. Ein komplexer Algorithmus bringt Top-Kandidaten und Unternehmen auf der Suche nach hochkarätigen Persönlichkeiten zusammen. So wird Instaffo ein natürlicher Teil der Karriereplanung: Wer ein anonymisiertes Profil mit Qualifikationen und Positionen hinterlegt, erhält bei einem Match zu einer Stelle eine direkte Einladung zum Interview. Unternehmen können so zu einem Bruchteil der Kosten klassischen Headhuntings beste Kräfte gewinnen – ohne Zeitverlust beim Recruiting-Verfahren.

Kontakt:

Instaffo GmbH, Philosophenweg 1, 69120 Heidelberg, Ansprechpartner: 
Alina Vomend, PR- und Marketing Managerin, 
E-Mail: a.vomend@instaffo.de, Web: www.instaffo.com 

SAP Startup Forum

DSC02588  Über 80 Startups haben sich für das diesjährige SAP Startup Forum registriert um sich potentiellen Investoren zu präsentieren. Gemeinsam mit der SAP haben wir diesen Event organisiert.

Nach der Begrüßung durch den CIO der SAP – Frau Helen Arnold – wurde in zwei Panels die Herausforderungen des Gründens aus Sicht des Startups und des Investors (mit Thomas Prexl) diskutiert. Dann waren die Startups dran. Fünf Auserwählte durften vor Publikum pitchen.

Anschließend wurden viele interessante Kontakte geknüpft und der ein oder andere Deal eingefädelt.

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Heidelberger Gründerteam gewinnt Science4Life Venture Cup 2015

Bei der Gründerinitiative Science4Life e.V. stehen die Zeichen auf Erfolg: Die Schirmherren, der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Prof. Dr. Jochen Maas, Forschungsgeschäftsführer Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, freuen sich über einen Allzeitrekord bei der Anzahl der eingereichten Geschäftsideen und würdigten die zehn besten Gründerteams für ihre innovativen Ideen und ihren unternehmerischen Mut. Der erste Preis ging an das Heidelberger Team TolerogenixX für die Entwicklung einer maßgeschneiderten Therapie ohne Nebenwirkungen bei Transplantationen und für Patienten mit Autoimmunerkrankungen.

Die Gründer kommen aus ganz Deutschland, aus Österreich, der Schweiz und den USA.
Sie reichten insgesamt 129 Geschäftsideen, darunter 62 detailliert ausgearbeitete Businesspläne, zur Bewertung beim Businessplan-Wettbewerb für Life Sciences und Chemie ein. Das waren so viele wie noch nie in der 17-jährigen Geschichte des Wettbewerbs.
Die Gutachter beurteilten Geschäftsmodell, Marktstrategie, Wettbewerbsfähigkeit, Finanzplanung und Erfolgsprognose und bescheinigten den Geschäftskonzepten wissenschaftliche Exzellenz sowie hohe Aussicht auf wirtschaftliche Umsetzbarkeit.

Das Gewinnerteam TolerogenixX aus Heidelberg hat seine Ziele klar definiert:
„Unsere Therapie wird die Lebensqualität von organtransplantierten Patienten deutlich verbessern. Wir haben sehr gute präklinische Daten vorliegen und einen erfolgreichen Heilversuch durchgeführt. Unser Ziel ist es, zügig mit Phase II zu starten, um den proof of concept zu erbringen. Durch die Teilnahme an allen drei Wettbewerbsphasen des Science4Life Venture Cup sind wir professionell vorbereitet und freuen uns auf zahlreiche Investorengespräche. Der Gewinn des Venture Cup bedeutet uns sehr viel“, äußert sich der zukünftige Geschäftsführer Dr. med. Matthias Schaier.

Die Gewinner des Science4Life Venture Cup 2015 sind:

1. Preis, dotiert mit 25.000 Euro: TolerogenixX (Heidelberg)
2. Preis, dotiert mit 10.000 Euro: Sulfotools (Darmstadt)
3. Preis, dotiert mit 5.000 Euro: aquila biolabs GmbH (Aachen)
4. Preis, dotiert mit 3.000 Euro: Polyneuron Pharmaceuticals AG (Basel/Schweiz)
5. Preis, dotiert mit 3.000 Euro: dextrinova (Jena)
Teams der Plätze 6 bis 10, dotiert mit jeweils 2.000 Euro:
(In alphabetischer Reihenfolge)

CVTec Cerebrovascular Technologies GmbH (Wien/Österreich)
mediNiK GmbH i. Gr. (Bremen)
PerformaNat GmbH (Berlin)
SIGNATOPE (Reutlingen)
Venneos GmbH (Stuttgart)

Science4Life geht in die nächste Runde: Ab sofort können Gründer am Science4Life Venture Cup 2016 teilnehmen und sich Experten-Feedback zu ihrer Geschäftsidee einholen. Der offizielle Kick-off zur 18. Wettbewerbsrunde findet am 14. September 2015 im Rahmen der Jahrestagung des House of Pharma & Healthcare im Casinogebäude der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt. Dort besteht die Möglichkeit, Kontakte mit den Ansprechpartnern von Science4Life und dem Netzwerk zu knüpfen.

Vegan im Fahrstuhl

Das Start-up „My Heart Beats Vegan“ gewinnt im Elevator Pitch den DEHOGA-Cup 2015. Die Jungunternehmer David Specht, Absolvent der SRH Hochschule Heidelberg, und Daniel Kretz werden durch das Gründer-Institut der SRH Hochschule Heidelberg unterstützt. Weiterlesen

Jetzt bewerben: Innovationspreis der BioRegionen 2015

Inno2015Ihr Patent hat Innovationskraft und das Potenzial zur kommerziellen Umsetzung? Dann bewerben Sie sich jetzt!

Gesucht werden:

  • Inhaber eines Patents (angemeldet oder erteilt) aus universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen
  • Patente aus dem Bereich der modernen Biotechnologie oder der Medizintechnik mit Bezug zur Biotechnologie
  • Personen und Gruppen, die zum Zeitpunkt der Einreichung noch kein Life Science-Unternehmen gegründet haben („in Gründung“ ist gestattet)

Die drei Sieger erwartet ein mit jeweils € 2.000 dotierter Preis. Darüber hinaus bieten wir besondere Aufmerksamkeit auf den Deutschen Biotechnologietagen 2015 in Köln sowie eine professionelle Berichterstattung in der Presse.

Weitere Informationen: Innovationspreis 2015 – Broschüre (PDF)
Bewerbungsmappe (Word): Bewerbungsmappe – Innovationspreis2015
Bewerbungsmappe (PDF): Bewerbungsmappe – Innovationspreis2015

Bitte richten Sie Ihre Anfragen direkt an:
Herrn Thomas Prexl
Technologiepark Heidelberg GmbH
Im Neuenheimer Feld 582
69120 Heidelberg
Telefon: 06221 71411-162
E-Mail: thomas.prexl@heidelberg.de

Einsendeschluss ist der 31. Januar 2015!

Regionalcup des Elevator Pitch BW

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Gerne möchten wir euch zu einem Special des Entrepreneurship Clubs  am 2.12.2014, ab 18 Uhr, im Mannheimer Mafinex einladen. Wir treffen dieses Mal nicht nur die Mannheimer Gründer sondern haben zum Start auch den Elevator Pitch BW in Mannheim, bei dem 10 Gründungsteams ihre Ideen präsentieren werden. Im Anschluss findet dann unser regulärer Entrepreneurship Club statt mit Matching, Networking etc.

Bitte meldet euch für die Club- Veranstaltung bis zum 30.11.2014, 23:59 Uhr, über Eventbrite an.

„Greenfinder“ hat im März bereits gezeigt, wie es geht: Beim Regional Cup Rhein-Neckar des Elevator Pitch Baden-Württemberg hat das Gründungsteam die kompetente Jury sowie das anwesende Publikum in der Kürze einer Fahrstuhlfahrt von ihrem Unternehmenskonzept überzeugt und den ersten Platz gewonnen.
Jetzt sucht das Land erneut die besten Gründer und Gründerinnen: Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft setzt die landesweite Wettbewerbsreihe Elevator Pitch als Teil seiner Gründungsoffensive fort. In 18 sog. Regional Cups dürfen jeweils zehn Gründer, Gründerinnen oder Gründungs-Teams, die zuvor per Online-Voting gewählt wurden, ihre Idee der Öffentlichkeit auf einer Bühne präsentieren.

Der Regional Cup Rhein-Neckar findet am 02.12.2014 im MAFINEX-Technologiezentrum in Mannheim statt. Bewerbungen und Stimmabgabe sind ab sofort möglich. Bewerbungsschluss und Ende des Online-Votings ist der 25.11.2014, 18:00 Uhr. Je früher eine Idee eingereicht wird, desto länger hat sie also noch Zeit, Stimmen zu sammeln!

Die Veranstaltung findet unter dem Motto: Zünder für Gründer meets Entrepreneurship Club in Kooperation der Mannheimer und Heidelberger Initiativen statt.

Eine Jury  bewertet die zehn Teilnehmer des Regional Cups am 02.12. 2014 nach folgenden Kriterien: 50% machen die Präsentation aus, d.h. Rhetorik, Inhalt und zeitlicher Rahmen des Vortrags, und 50 % entfallen auf das Geschäftsmodell an sich, also das Konzept, den Kundennutzen, die Marktrelevanz, Erfolgschancen, die Skalierbarkeit/Nachhaltigkeit etc. Die Ergebnisse werden direkt vor Ort ausgewertet und die regionalen Gewinner verkündet. Neben den Pitches soll in angenehmer Atmosphäre der Austausch von Investoren mit Start-ups und Interessierten beim angeschlossenen „Zünder für Gründer meets Entrepreneurshipclub“ weitergehen.

Das Preisgeld des Wettbewerbs wird von der L-Bank gesponsert. Die Sieger der Regional Cups erhalten ein Preisgeld von 500 Euro und qualifizieren sich zudem für das landesweite Finale im Sommer 2015. Die zweitplatzierte Geschäftsidee gewinnt 300 Euro, die drittplatzierte wird mit 200 Euro belohnt. Beim Landesfinale gibt es insgesamt 6.000 Euro Preisgelder zu gewinnen. Viel wertvoller als diese Geldpreise ist allerdings die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, und damit auch von potenziellen Kunden, Investoren oder Geschäftspartnern. Gründer und Gründerinnen mit pfiffigen Geschäftsideen sollten diese Möglichkeit daher unbedingt wahrnehmen und sich jetzt bewerben!

Weitere Informationen Elevator Pitch BW.

Startup des Universitätsklinikums Heidelberg „InoCard“ von Gentherapie Konzern uniQure übernommen

Nach erfolgreichen Verhandlungen mit der technology transfer heidelberg GmbH (tth) wurde der Weg für die Übernahme der Firma InoCard durch uniQure bereitet. Die tth ist der kommerzielle Arm des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät Heidelberg und ermöglichte durch Erteilung von Optionen auf Lizenzverträge der InoCard einen Geldsegen von 1,5 Mio. Euro sowie Aktien der uniQure im Wert von weiteren 1,5 Mio. Euro.

Die uniQure, die sich schon seit langem für die Innovation der InoCard interessiert hat, ist ein führendes börsennotiertes (NASDAQ: QURE) Unternehmen und spezialisiert auf humane Gentherapien. Das Unternehmen entwickelt modulare Plattformen, um schnell modifizierende Therapien für Patienten mit schweren Erkrankungen zu entwickeln.

Großen Erfolg hatte die uniQure zum Beisiel mit ihrem Hauptprodukt Glybera. Glybera dient der Behandlung einer Untergruppe von Patienten mit Lipoprotein-Lipase-Mangel und wurde in Partnerschaft mit anderen Unternehmen zur EU Zulassung gebracht.

InoCard wurde im Dezember 2013 als ein Startup des Universitätsklinikums Heidelberg unter Leitung von Prof. Patrick Most und Prof. Hugo Katus (Molekulare und Klinische Kardiologie des Universitätsklinkums) gegründet. Die beiden Ärzte haben gemeinsam mit Prof. Remppis einen innovativen AAV-basierten Gentherapie-Ansatz für die langfristige Behandlung von kongestiver Herzinsuffizienz entwickelt, die auf dem Calcium-bindende Protein S100A1 basiert. AAV-basiert, bedeutet, dass Adeno-assoziierte Viren (AAV) für das Einschleusen der Gene (Transgenübertragung) genutzt werden.

Mit dem Begriff kongestive Herzinsuffizienz (CHF) (auch systolische Herzinsuffizienz) wird die verminderte Pumpfähigkeit des Herzens bezeichnet: Die Pumpfunktion und die Auswurfleistung der linken Herzkammer (Ventrikel) sind vermindert. Das führt dazu, dass die Organe nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden. Auch die in der Alltagssprache gebräuchlichen Begriffe Herzmuskelschwäche oder Herzschwäche bezeichnen diesen Umstand. Die CHF ist eine schnell fortschreitende Erkrankung, an der weltweit 26 Millionen Menschen erkranken. ACE-Hemmer und Betablocker werden derzeit therapeutisch eingesetzt, müssen aber dauerhaft und regelmäßig eingenommen werden. In schweren Krankheitsfällen kann ein Schrittmacher oder eine Herztransplantation notwendig sein.

Das neue Gentherapieprodukt namens AAV-S100A1 dient der selektiven Wiederherstellung des Mangels an S100A1 im Herzen. Es ist eine einmalige therapeutische Intervention an fortgeschrittenen CHF-Patienten, die trotz Standardbehandlung rückfällig werden. AAV- S100A1 hat langfristige therapeutische Wirksamkeit, Sicherheit und reduziert die Sterblichkeit, wie aus in einem standardisierten In-vivo-Modell für Herzinsuffizienz hervorging. In einem Schweine- Herzinsuffizienz-Modell zeigte die Behandlung mit AAV- S100A1 eine 12-Monats-Überlebensrate von 90%. Die erste Studie am Menschen wird im Jahr 2016 erwartet.

Um patentrechtlich gesicherte Technologien aus dem Universitätsklinikum und der Medizinischen Fakultät Heidelberg kommerziell zu nutzen sind Lizenzverträge nötig, die entweder direkt oder vorab als Optionsverträge mit den Verwertungsfirmen abgeschlossen werden. Im vorliegenden Fall hat die technology transfer heidelberg GmbH Optionsverträge zwischen dem Universitätsklinikum und InoCard zum Abschluss gebracht, die sicherstellten, dass die verwendeten Technologien ausschließlich von InoCard genutzt und weiterentwickelt werden dürfen. Auf Grundlage dieser Optionen konnte der Investor uniQure gewonnen werden, der eine Vorauszahlung von 3 Mio. Euro (1,5 Euro in bar und 1,5 Mio. Euro in uniQure Aktien) und bestimmte erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren an InoCard leistet.

„Es ist unser erklärtes Ziel, Ausgründungen aus der Medizinischen Fakultät zu unterstützen und wir bieten gemeinsam mit den Heidelberg Startup Partners jedem Gründungswilligen die bestmögliche Hilfe an“, so Dr. Volker Cleeves, einer der Geschäftsführer und Gesellschafter der technology transfer heidelberg GmbH.

HTGF-Sprechtag am 16. September: Jetzt bewerben

Hightech-Unternehmensgründungen haben in den frühen Phasen der Unternehmensentwicklung oftmals Schwierigkeiten eine Finanzierung zu erhalten. Der als Public-Private Partnership geführte High-Tech Gründerfonds (HTGF) hat sich mittlerweile als wichtige Finanzierungsalternative für innovative Gründungsprojekte in der Seedphase entwickelt. Dabei werden bis zu 500.000 Euro in Form einer offenen Beteiligung kombiniert mit einem Nachrangdarlehen zur Verfügung gestellt.

Um mit dem High-Tech Gründerfonds ins Gespräch zu kommen, bietet bwcon in Zusammenarbeit mit dem CyberForum e.V., der BIOPRO GmbH, der Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung, der Universität Heidelberg, dem MAFINEX-Technologiezentrum, Heidelberg Startup Partners, BioLAGO e. V. und Bio Regio STERN Management GmbH einen HTGF-Sprechtag am 16. September 2014 im MAFINEX-Technologiezentrum in Mannheim an. Dabei stehen Investmentmanager des HTGF Gründerteams für persönliche 45-minütige Beratungsgespräche zur Verfügung. Ziel ist es Geschäftsmodelle und Gründungsprojekte zu bewerten und auf ihre Eignung für eine Finanzierung durch den HTGF zu prüfen, sowie den Unterstützungsbedarf zu identifizieren und ggf. mit den Interessenten weitere Schritte zu planen. Des Weiteren können weitere Investmentfonds als Side-Investoren auftreten.

Zielgruppen:

  • Gründungs- und Forscherteams in der Vorgründungsphase. Diese sollen für die Finanzierungsalternative HTGF sensibilisiert werden. Hier kann mit der Sprechstunde der Entwicklungsbedarf bis zur „Finanzierungsreife“ identifiziert werden.
  • Gründerteams, die nach einer Seedfinanzierung suchen

Wenn Sie Interesse an einem Sprechstundentermin haben, melden Sie sich bitte bis zum 29. August mit dem OnePager unter cremer@bwcon.de an. Anhand des OnePagers wird in Abstimmung mit dem HTGF über die Vergabe der Sprechstundentermine entschieden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Onepager zum Download