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Kaminabend mit Nick Parry: „Win-win – that´s what we are looking at“

Dem Chef bei der Gehaltsverhandlung sagen, dass man sich auch woanders beworben hat? Eigene Interessen niedrig ansetzen, um einen Auftrag zu erhalten? Schlechte Ideen bei einer Verhandlung – zumindest nach Nick Parry, CEO und Mitgründer vom interkulturellen Kommunikationszentrum languageUnites. Seine Botschaft: Bei Verhandlungen geht es im Kern darum, gute und stabile Beziehungen zu etablieren – deshalb findet man am besten einen Abschluss, von dem beide Seiten profitieren.

21. Juni 2017. Nick Parry, erfahrener Coach und interkultureller Trainer, stellt im Rahmen der Netzwerk-Veranstaltung Kaminabend die Grundzüge des sogenannten „Harvard-Verhandlungskonzepts“ vor. Um die nachhaltige Verhandlungsstrategie kennen zu lernen, kamen über 20 Interessierte zum Kaminabend ins SRH-Gründerzentrum.

Ziel dieser von der Harvard Law School entwickelten Verhandlungsmethode ist es, mit Partnern auch in Konflikten eine konstruktive Einigung zu finden. Schließlich geht es darum, eine Win-Win-Situation und damit größtmöglichen Nutzen für beide Seiten zu erlangen. Parry veranschaulichte die Verhandlungsmethode mit konkreten Beispielen und führte mit Teilnehmern eloquente Verhandlungen. Fazit: Falls das gesetzte Verhandlungsziel abgeschmettert wird, sollte man immer ein Alternativ-Ziel – also einen Plan B – bereithalten. Daneben ist eine gründliche Recherche über den Gegenpart vor der Verhandlung unumgänglich.

Für die eigene Sicherheit kann man sich auch eine Hintertüre offenlassen – eine sogenannte „best alternative to a negotiated agreement“ (B.A.T.N.A.). Kommunizieren sollte man diese jedoch auf keinen Fall, schließlich will man seine Partner nicht verprellen und damit gute Beziehungen zerstören. Denn nach Parry geht es essentiell nicht ums Gewinnen, sondern darum, ein gutes Netzwerk zu etablieren.

Im Anschluss an den Kurzvortrag blieb genug Zeit, sich bei gekühlten Getränken und Pizza über Verhandlungen auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und den interessanten Vortrag in lockerer Runde ausklingen zu lassen.

Über Nick Parry

Mit unterschiedlichen Methoden unterstützt Nick Parry internationale Projektteams bei der effizienten Gestaltung ihrer Arbeit: Er begleitet Teams vom Kick-off bis zur finalen Überprüfung,   moderiert Meetings, organisiert Team-Building-Events und hält Präsentationen über Verhandlungen, Kommunikation und Netzwerkfähigkeiten. Daneben hilft er bei Konfliktlösungen, führt interkulturelle Beratungen für Unternehmen und individuelle Coachings für Führungskräfte durch. Als CEO und Mitgründer vom interkulturellen Kommunikationszentrum languageUnites koordiniert Parry ein Team von Sprach-Experten und interkulturellen Trainern. An der Universität Heidelberg ist er für die Entwicklung und Durchführung des sprachlichen und interkulturellen Programms verantwortlich und arbeitet als interkultureller Trainer an der Universität Mannheim. Geboren und aufgewachsen in London, lebt Nick Parry seit 1992 in Deutschland.

Kaminabend

Die Heidelberg Startup Partners organisieren regelmäßig die Netzwerk-Veranstaltung Kaminabend. Mit bekannten Rednern und spannenden Themen bietet das After-Work-Format die Möglichkeit zum Austausch in entspannter Atmosphäre. Eingeladen sind alle Interessierte, Mitarbeiter aus der Biotechnologiebranche sowie wissenschaftliche und technologische Startups und Spin-offs.

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