Flop Shop II – Zünder für Gründer 21

Beim FlopShop treten drei Gründer auf, die von ihren Misserfolgen und Fehlern erzählen und wie sind sie damit umgegangen sind: Was ist schief gelaufen, welche Steine wurden ihnen in den Weg gelegt, mussten sie die Geschäftsidee vielleicht verwerfen? Im Anschluss hat das Publikum die Möglichkeit Fragen zu stellen, um wertvolle Tipps zu bekommen und aus den Fehlern der anderen lernen zu können.

Beim zweiten Flop Shop konnten
Michael Wittek – GamesDynamics
Jochen Koop – business design people
Christian Michel – insinno GmbH
als Sprecher gewonnen werden.

Das Ziel ist nicht die Zuhörer zu verschrecken, sondern ihnen im Gegenteil die Angst vorm Scheitern zu nehmen, denn das Scheitern gehört zum Gründen dazu, ist menschlich – und danach geht es weiter.

Hier findet Ihr einen kleinen Bericht zum letzten Flop Shop. Weitere Infos zur Veranstaltung am 27.07. gibt es hier.

„Technologie akzeptiert weder Mauern noch Grenzen“

65_060716Für die USA war das Jahr 2015 ein Rekordjahr bezüglich Investitionen und Börsengängen von Biotechnologieunternehmen: Investitionssummen werden zunehmend größer, Investoren wählen frühe Entwicklungsphasen und NASDAQ-Börsengänge sind an der Tagesordnung. Ein Trend, der Europa bisher leider kaum erreicht hat – ungeachtet dessen, dass die Anzahl attraktiver Investitionsmöglichkeiten auch in Heidelberg und ähnlichen Biotech-Hotspots stetig zunimmt. Diese Analyse stand im Mittelpunkt des Technologiepark BIO Breakfast 2016, einer Veranstaltung die jährlich während der BIO Convention stattfindet.

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Den passenden Rahmen für Vorträge, Diskussion und gemeinsames Frühstück bot die Silicon Valley Bank in San Francisco. Deren ehemaliger Geschäftsführer Ken Wilcox und begrüßte die 30 Teilnehmer, eine bunte Mischung aus Finanzindustrie und Biotechnologie aus den USA und Europa. „Technologie akzeptiert weder Mauern noch Grenzen“, erklärte Dr. Ken Wilcox bei seiner Begrüßung sein Engagement für das Technologiepark BIO Breakfast. „Echte Innovation ist immer international! Damit eine in Heidelberg entwickelte Innovation erfolgreich ist, muss sie auch in San Francisco bahnbrechend sein.“ Ken Wilcox war bis 2015 Geschäftsführer der Silicon Valley Bank. Er ist außerdem Mitglied im Heidelberg Club International, dessen Präsident Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner Wissenschaftler, Unternehmer und engagierte Bürger in 12 Chaptern vernetzt, u.a. in San Francisco, New York, Shanghai, Beijing .

56_060716Einen kurzen Überblick über Investments in die Biotechnologie in den USA gab David Sabow, der den Life Science-Bereich der Silicon Valley Bank verantwortet. Trotz großer finanzieller Risiken würde zunehmend mehr in Biotechnologie, Diagnostik und Medizintechnik investiert. Ein Trend, dessen Fortbestand er auch für 2016 erwarte, obwohl die Zahlen von 2015 herausragend seien.

Den Bogen von den USA nach Heidelberg spannte schließlich Technologiepark-Geschäftsführer Dr. André Domin. Er berichtete vom Neubau des Technologieparks, der 2017 und 2018 als Teil des künftigen Heidelberger Innovationsparks entstehen soll. Dabei betonte er insbesondere die Rolle des Technologieparks als Interessensvertretung der Hightech-Industrie und Akademia. „Immer mehr junge Familien, Wissenschaftler und junge Unternehmer ziehen nach Heidelberg. Es ist eine der Kernaufgaben des Technologieparks die Interessen wachsender Unternehmen zu vertreten. Zusätzlich beraten wir Gründer der Heidelberger Forschungseinrichtungen und der Universität. Diese Spinoffs beginnen erst ihre Geschäftsmodelle zu entwickeln und kennen ihre künftigen Raumbedarfe noch nicht genau. Auch sie benötigen also Wachstumsperspektiven. Es ist meine Verantwortung ihnen passende Labore, Reinräume und Büros für die Umsetzung ihrer Ideen anzubieten.“, erklärte Domin.

71_060716Er verwies zudem auf die vielfältigen Chancen, die sich daraus ergäben, dass Wissenschaftler und Unternehmer im Hightech-Bereich immense Datenmengen speichern und auswerten. „Medizinische Entwicklungen sind ohne spezielle Software und intelligente Informatik undenkbar. Jeder Mensch produziert in seinem Leben rund ein Gigabyte an medizinischen Daten. Diese Datenmenge multipliziert mit acht Milliarden Erdbewohnern verdeutlicht die Rolle der IT-Industrie im Gesundheitsbereich. In Heidelberg und unmittelbarer Umgebung finden sich – wie in der Bay Area – sowohl exzellente Forschungseinrichtungen als auch Biotech- und Software-Unternehmen. Wir unterstützen deren Zusammenarbeit aktiv und fördern aussichtsreiche Gründungsprojekte. Mit dem Business Development Center werden wir neue Flächen für diese High-Tech-Unternehmen und Startups in Heidelberg anbieten.“

79_060716Den Abschluss bot ein Kurzvortrag von Dr. Thomas Prexl, Leiter des Gründerbüros im Technologiepark und Geschäftsführer des Heidelberg Startup Partners e.V., über die Gründungsaktivitäten in Heidelberg. Er berichtete über den erfolgreichen Aufbau des Startup-Ökossystems in den vergangenen Jahren. Anschließend erläuterte er den Aufbau des Heidelberg Startup Partners Hightech Accelerators. Das Programm verfolgt unter anderem das Ziel, Gründern den Zugang zu internationalem Risikokapital zu erleichtern. Es soll aus verschiedenen Modulen zu betriebswirtschaftlicher Kompetenz und intensiver Vernetzung mit Industrie- und Branchenexperten bestehen. Das Konzept entwickelt das bereits 2015 als Pilotmaßnahme durchgeführte Life Science Business Development Program weiter.

Das anschließende gemeinsame Frühstück bot ausreichend Raum für die Vernetzung der internationalen Gäste und zur Diskussion der Finanzierungsmöglichkeiten für Life Science Startups.

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